CNC-Programmierung

Schneller programmieren mit einer Werkstattsoftware

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Grafikunterstützte Programmerstellung spart Zeit

Bild 1: Selbst für komplexe und hochgenau zu fertigende Teile können die Mitarbeiter das Teileprogramm selbst erstellen – dank Grafikunterstützung, Konturzug-Editoren und einer großen Auswahl praxisgerechter Bearbeitungszyklen. Bild: Geyer (Archiv: Vogel Business Media)

Die grafische Teileprogrammerstellung gehe sehr schnell, zum Beispiel dauere die Programmierung von Gewindezyklen nur Sekunden – auch bei Gewindereparaturen, berichtet Kottmaier (Bild 1). Früher brauchte man dafür mindestens einige Minuten. Daher nutzen die meisten Mitarbeiter die grafikunterstützte Programmerstellung.

Wer bei einem Arbeitsschritt lieber auf die klassische ISO-Programmierung zurückgreift, kann das unter Shop-Mill und Shop-Turn ebenfalls jederzeit tun: ISO-Code lässt sich frei mit den von der Werkstattsoftware verwendeten Zyklen kombinieren. Das Umschalten von der grafischen Oberfläche in die ISO-Sicht ist dazu an jeder Stelle des Arbeitsablaufs möglich. So bleibt das früher erworbene CNC-Know-how weiterhin wertvoll.

Dabei ist die Bedienphilosophie für Dreh- und Fräsbearbeitung unter Shop-Turn und Shop-Mill die gleiche. Das Wechseln der Mitarbeiter zwischen Dreh- und Fräsmaschinen fällt dadurch sehr leicht. Kottmaier setzt die Mitarbeiter in seinem Familienunternehmen in der gesamten Fertigung ein.

Neben der Automobilindustrie und deren Zulieferunternehmen, wie Katalysatorherstellern, ist der Roboterhersteller Kuka ein wichtiger Kunde des Lohnfertigers. Unter den Prototypen und Musterteilen, die bei Kottmaier kurzfristig angefragt werden, sind deshalb häufig vergleichsweise komplexe Getriebedeckel oder -flansche.

Konturzug-Editoren erfassen Zeichnungen sehr schnell

Damit Bau und Entwicklung der Roboterprotoypen beziehungsweise Nullserienmodelle zügig weitergehen, braucht Kuka diese Teile so schnell wie möglich. Dabei kann mit den Konturzug-Editoren von Shop-Mill und Shop-Turn die Konstruktion auch ab Zeichnung sehr schnell erfasst und direkt gefertigt werden.

Die Muster, Prototypen und Serienteile, die der Lohnfertiger für die Firma Kuka produziert, sind regelmäßig aus Edelstahl, um die Roboter zu hohen Nennlasten zu ertüchtigen. Für ihren Einsatz in der Lebensmittelindustrie – zum Beispiel als Bäckerei- oder Schlachtroboter – beziehungsweise in der Medizintechnik dürfen sie zudem keine äußerlichen Schmierstellen aufweisen. Darum ist sogar für größere Teile regelmäßig eine Maßhaltigkeit von zwei Hundertsteln bei einer Passgenauigkeit von H6 gefordert.

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