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Laser-Offlinesensoren des Typs ICSE-LD erkennen und vermessen die genaue Lage der Schweißfugen. Bei Wandstärken bis 6 mm werden die HV-Nähte im MAG-Eindrahtprozess sicher geschweißt (Bild 3). Diese Anlage bietet zudem die Option, später auch das Cloos-Tandemverfahren einzusetzen, was quasi zur Verdoppelung der Schweißgeschwindigkeit führen würde. Dies sei aber nur sinnvoll, wenn sich die vor- und nachgeschalteten Prozesse entsprechend beschleunigen ließen, so Hans Dieter Lobeck, der für die komplette Technik verantwortlicher Abteilungsleiter.
Schnelle Auslieferung der Schweißanlage dank enger Zusammenarbeit
Bereits acht Monate nach Auftragsvergabe lieferte Cloos die komplexe Schweißanlage aus. Dies war nur möglich, weil die Bosch- und die Cloos-Experten eng zusammengearbeitet hatten. Von beiden Seiten wurden Ideen eingebracht und in die Praxis umgesetzt.
Während zum Jahresende 2010 die Umbauarbeiten an der Fertigungshalle noch in vollem Gange waren, wurde bereits die Schweißanlage mit ihren Fördersystemen parallel aufgebaut, sodass Bosch Thermotechnik schon zwei Monate später produktionsbereit war. Dann folgten die Schulung der Mitarbeiter, das Erstellen der Bauteilprogramme und das Einfahren der Anlage. Seit Mai 2011 läuft nun die Serienproduktion im Zweischichtbetrieb.
Roboterschweißanlage übertrifft zugesagte Verfügbarkeit
Mit der Zuverlässigkeit der Anlage sind die Bosch-Mitarbeiter sehr zufrieden: Gefordert war eine Verfügbarkeit von 94 %, in der Praxis konnten 98 % erreicht werden. Die nächste Roboteranlage aus Haiger hat man schon ins Auge gefasst: Eine Plasmaschneidanlage soll bei Bosch Thermotechnik die Ausbrüche in die gewölbten Deckel und Böden einbringen. Ziel wird sein, das Werk in Eibelshausen zu einem Kompetenzzentrum zu machen, das vom Blech bis zum fertigen Wasserspeicher alle Fertigungsschritte im eigenen Haus hat.
* Manfred Damm ist Spartenleiter Sondermaschinen bei der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH in 35708 Haiger, Dipl.-Ing. Walter Lutz ist freier Journalist
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