Schruppen / Schlichten Schruppen und Schlichten auf allen Maschinen

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Ohne Verlust an Universalität bei der Fünf-Seiten-Bearbeitung in einer Aufspannung muss auf allen Maschinen Schruppen und Schlichten möglich sein, ist Mikromat-Chef Thomas Warnatsch überzeugt.

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MM: Herr Warnatsch, welche Anforderungen stellen Anwender heutzutage an Fräs- und Bohrmaschinen zur hochpräzisen Fünf-Seiten-Bearbeitung?

Warnatsch: Unsere Präzisions-Portalmaschinen müssen folgende Forderungen sicher realisieren: Die Ebenheit von Flächen für Schnittstellen zu weiteren Funktionsgruppen und Führungsbahnen sollte kleiner sein als 10 µm auf einer Länge von 5000 mm und länger. Die Koaxialität von Bohrungen mit Tiefen von 500 mm und größer sollte kleiner als 20 µm sein, was gleichbedeutend mit einem Achsversatz von 10 µm bei Umschlagbearbeitung ist. Die Rauheiten Ra der gefrästen Flächen betragen 0,4 µm, was nahezu gleichbedeutend mit Schleifqualität ist.

MM: Welche Schwerpunkte setzt Mikromat bei der Weiterentwicklung von Werkzeugmaschinen?

Warnatsch: Ohne Verlust an Universalität der Fünf-Seiten-Bearbeitung in einer Aufspannung muss Schruppen und Schlichten bei Erfordernis auf allen Maschinen möglich sein. Störkonturen werden weiter reduziert und schwer zugängliche Stellen durch Zusatzgeräte erreicht. Hochpräzision reduziert Bearbeitungs- und Durchlaufzeit. Nebenzeiten werden weiter reduziert.

MM: Auf der Messe präsentieren Sie unter anderem eine Ultra-Präzisionsmaschine. Was zeichnet diese Maschine aus?

Warnatsch: Die Mikromat 60SC zur Ultra-Präzisions-Fräs-Bearbeitung ist mit einer luftgelagerten Spindel für Diamant-Werkzeug ausgerüstet. Unter sorgfältigster Beachtung thermischer Einflüsse haben wir mit der 60SC eine Maschine für das Langzeit-Fräsen im Nanometerbereich entwickelt. Durch Fräsen werden Rillen auf optische Medienträger aufgebracht. Die Gleichheit der Rillen ist Kennzeichen für die Qualität. Die so hergestellten Master werden zur Herstellung von Masken für 3D-Bildschirme benötigt. Ein solches Muster wird ebenfalls zu sehen sein.

MM: Welche weiteren Highlights präsentieren Sie auf der Messe?

Warnatsch: Wir zeigen Bearbeitungsmöglichkeiten für Werkstücke aus den Bereichen Windkraft, Turbinen- und Pumpenbau. Weiterhin stellen wir das Konzept unserer neuen Gewindeschleifmaschinen Mikromat 5G, 10G und 15G vor.

MM: Was erwarten Sie von Ihrer Messeteilnahme?

Warnatsch: Die EMO ist natürlich Höhepunkt unserer diesjährigen Messeauftritte. Wir gewinnen aus diesen Messekontakten außer unmittelbarem Geschäft zahlreiche Anregungen. Für unsere Gäste aus Europa und dem fernen Ausland werden uns unsere Vertretungen auf dem Messestand unterstützen. Basierend auf einem hervorragenden Auftragsbestand soll weiteres Wachstum generiert werden.

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