Rohrleitungen Schutzauskleidungen machen Rohre fit für abrasive Produkte

Autor / Redakteur: Thorsten Meinsen / Stéphane Itasse

Sind abrasive Güter zu befördern, können diese die Lebensdauer von Rohrleitungen beeinträchtigen. Davor schützen ausgekleidete Rohre. Je nach spezifischem Anwendungsfall werden unterschiedliche Materialien und Schichtdicken verwendet.

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Bild 1: Für den Abrasionsschutz in Rohren gibt es eine sehr große Vielfalt an Auskleidungen oder auch Beschichtungen.
Bild 1: Für den Abrasionsschutz in Rohren gibt es eine sehr große Vielfalt an Auskleidungen oder auch Beschichtungen.
(Bild: Jacob Rohrsysteme)

Wenn stark abrasive Produkte in der Schüttgutförderung oder Abluftführung die Standzeit verkürzen, bietet Jacob Rohrsysteme seine Serienprodukte mit speziellen Schutzauskleidungen an. Je nach Produktart steht dafür eine Vielfalt an alternativen Auskleidungen, Materialhärten und -stärken zu Verfügung. Hier ist Beratungskompetenz gefragt, um dem Kunden die bestgeeignete Möglichkeit zu empfehlen.

Die zielführende Herangehensweise des Vertriebs funktioniert über einen Kundenfragebogen zu den wichtigsten Einsatzbedingungen und den gewünschten Leistungsparametern. Zumeist sind es universell beanspruchbare Polyurethanauskleidungen, die in den Edelstahl-, pulverbeschichteten oder verzinkten Rohren dann zum Einsatz kommen.

Produktangepasste Auswahl optimiert Standzeit

Am Beispiel der Auskleidung mit Polyurethan (PUR) lassen sich je nach Einsatzbedingungen die vielfältigen Aspekte der Materialauswahl anschaulich skizzieren. So bietet Jacob für die Serienteile Auskleidungsstärken (Schichtdicken) beginnend von 2 bis 8 mm oder auf Nachfrage auch dicker. Jede Innenauskleidung der Rohrsystemteile zieht automatisch Querschnittsverengungen nach sich. Diesen Aspekt gilt es ebenfalls in der Auswahlentscheidung zu berücksichtigen.

Unsinnig wäre es, gleich eine gesamte Rohrstrecke auszukleiden, ohne sich vorher Klarheit verschafft zu haben, ob die starke Abrasion nur partiell auftritt. Diese kann zudem je nach Produkt, der Fördermenge oder auch ungünstig eingebauter Rohrführung ganz unterschiedlich sein. Überwiegend erfolgt ein abrasiver Lochfraß in den Umlenkungen. Das heißt, am ehesten ist die wirtschaftliche Standzeit von ungeschützten metallenen Segmenten und Bögen durch stark abrasive Produkte gefährdet. So bestätigen es auch alle Tests mit Quarzsand in der firmeneigenen Versuchsanlage. Stärker von Abrasionseinwirkungen beansprucht zeigte sich auch der Rohrabschnitt auf circa 1 m Länge vor und nach einer Umlenkung.

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