KI-Kraftakt Vom Braunkohleareal zum gigantischen KI-Datencenter

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Auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohlekraftwerks im brandenburgischen Lübbenau entsteht ohne staatliche Hilfe ein Gigarechenzentrum. Der Bau läuft auch schon ...

Lass Dir raten, nimm den Spaten! Oder am besten gleich sieben davon! Denn hier wurde symbolisch die Entstehung des leistungsstärksten Rechenzentrums eingeleitet. Es entsteht in Lübbenau. Das Ganze nimmt übrigens die Schwarz-Gruppe in die Hand. Hier das Warum ...(Bild:  dpa)
Lass Dir raten, nimm den Spaten! Oder am besten gleich sieben davon! Denn hier wurde symbolisch die Entstehung des leistungsstärksten Rechenzentrums eingeleitet. Es entsteht in Lübbenau. Das Ganze nimmt übrigens die Schwarz-Gruppe in die Hand. Hier das Warum ...
(Bild: dpa)

Die Schwarz-Gruppe verfolgt mit seinen Rechenzentren eine ähnliche Strategie wie der weltweit größte Online-Händler Amazon. Und insgesamt 11 Milliarden Euro investiert die Schwarz-Gruppe, bekanntlich die Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, innerhalb der nächsten fünf bis 15 Jahre in das „Schwarz Digits Datacenter“ im Spreewald, wie die dpa erfahren hat. Es handelt sich um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte, betont Christian Müller, Co-Vorstandschef von Schwarz Digits, der Digitalsparte des Konzerns, beim feierlichen Spatenstich. Zweieinhalb Milliarden gingen in den Bau, der Rest in die IT-Infrastruktur. Staatliche Förderung gebe es nicht. Dass die Investitionen für Teslas Werk in Grünheide nur rund sechs Milliarden Euro verschlungen haben, soll den Kraftakt in Lübbenau verdeutlichen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) zufolge wird es eines der größten Rechenzentren Europas, das 100.000 Chips (GPUs) beinhalten wird – zehn Mal mehr als im geplanten neuen Rechenzentrum von Telekom und Nvidia in München. Deutschland brauche diese Rechenpower außerdem dringen, um in der ersten Liga bei künstlicher Intelligenz (KI) mitspielen zu können. Denn nur mit solch leistungsfähigen Rechenzentren könnten zukünftige KI-Anwendungen im großen Stile eingesetzt und damit die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Mit drei gemeinsamen Spatenstichen weihten die Anwesenden Honoratioren die Baustelle auf der 13 Hektar großen Fläche ein, auf der bereits seit dem 1. Oktober gearbeitet wird.

Zentrum der Rechenleistung mit Mehrwert für die Region

Bis Ende 2027 soll der erste Bauabschnitt mit drei Modulen fertiggestellt werden, wie man weiter erfährt. Die Schwarz-Gruppe könne dabei die Infrastruktur nutzen, die einst für ein Braunkohlekraftwerk gebaut wurde, das bereits im Sommer 1996 stillgelegt wurde. Die Anbindung an das Stromverteilung- und Übertragungsnetz sei aber noch vorhanden und auch intakt. Für den Standort Lübbenau spricht, dass es dort eine exzellente Stromversorgung gibt. Gut versorgt ist die Stadt auch mit einer Glasfasertechnik, denn die Deutsche Telekom betreibt einen größeren Verteilerknoten in der Lübbenauer Neustadt. Die Anlage wurde mit einer Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt geplant. Sie wird nach Angaben des Unternehmens im Regelbetrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Die Abwärme des Rechenzentrums wird den Angaben nach in das Fernwärmenetz des regionalen Energieversorgers Süll eingespeist, mit dem sich der Campus quasi einen Gartenzaun teilen wird. So gelangt die Abwärme an die Fernwärmekunden in Lübbenau und Umgebung. Von dem Großprojekt erhofft sich die Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz neben der Nutzung der industriellen Abwärme natürlich auch Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Dabei werden im Datacenter mehr Computer als Menschen arbeiten. Denn konkret entstehen nur wenige Hundert Arbeitsplätze, aber drumherum werden weitere winken, weil solche digitalen Initiativen automatisch neue Geschäfte generieren, wie man glaubt.

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