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Roboter und Positionierer sind so gelenkig, dass nur noch etwa 20% der Arbeit von Hand erledigt werden müssen. Dazu hat Siemens eine spezielle Arbeitsbühne geordert, die das Anlagenpersonal bis auf luftige 6,5 m Höhe bringen kann.
MAG-Schweißverfahren für sichere Edelstahlverbindungen
Geschweißt werden die Kehl- und V-Nähte meist 3-lagig im MAG-Verfahren. Um bei diesem Lichtbogenschweißprozess optimale Ergebnisse zu erzielen, wird der abschmelzende Schweißdraht entsprechend der Nahtform und Schweißgeschwindigkeit über das Duo-Drive-System in veränderbarer Geschwindigkeit kontinuierlich nachgeführt.
Außerdem werden dem Schutzgas zusätzlich aktive Gasbestandteile beigemischt, um die Schweißverbindung entsprechend den besonderen technischen Erfordernissen zu beeinflussen. Siemens verwendet eine Gasmischung von 78% Argon, 20% Kohlendioxid und 2% Helium, um die dickwandigen Teile aus Edelstahl sicher zu verbinden.
Ein taktiler Sensor findet sicher den Nahtanfang. Und ein Lichtbogensensor sorgt für die Nahtverfolgung und steuert den Schweißkopf so, dass Siemens keinen erhöhten Aufwand für die Nahtvorbereitung und Spaltbreiten betreiben muss.
Schweißstromquelle mit Mikroprozessorsteuerung
Die hohen Schweißströme liefert die Schweißstromquelle Quinto GLC 603, die mit einem maximalen Strom bis 600 A über genügend Leistungsreserven verfügt. Eine sehr schnelle Regelung und eine Mikroprozessorsteuerung für die Programmierung der Kennlinien sind die Basis, die Schweißanlage optimal auf den Werkstoff und die Schweißnähte einzustellen.
Auf einem großen LC-Display findet der Bediener alle Informationen im Klartext. Das Handrad sorgt für eine einfache und schnelle Eingabemöglichkeit der Parametersätze, von denen sich bis zu 20000 hinterlegen lassen. Damit ist die einmal programmierte Qualität jederzeit wieder abrufbar.
Um die Siemens-Mitarbeiter umfassend auf die neue Fertigungstechnik vorzubereiten, stellte die Cloos-Niederlassung Berlin den Gasturbinen-Fachleuten einen Vorführroboter zur Verfügung. Daran konnten der Umgang mit dem Roboter trainiert und die optimalen Parameter gefunden werden. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat Siemens den Testroboter gekauft und nutzt ihn heute für weitere Schweißversuche und -entwicklungen.
Dipl.-Ing. Walter Lutz ist freier Fachjournalist in 35708 Haiger. Dipl.-Ing. Gerd Zimmermann ist Projektmanager Sondermaschinen bei der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH in 35708 Haiger.
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