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Ein voll überfahrbares Seilsicherungssystem ist hier einfach die beste Lösung. Ist der Mitarbeiter einmal angeschlagen, bietet das System über die gesamte Strecke durchgängigen Schutz. Möglich wird das durch einen Gleiter, an dem der Beschäftigte sein Verbindungsmittel befestigt – also das Seil, das mit dem Auffanggurt an seinem Körper verbunden ist.
Dieses Verbindungsmittel ist in der Länge üblicherweise auf Rückhalt eingestellt, so dass der Mitarbeiter zwar bis an den Rand der Absturzkante gelangen kann, aber nicht darüber hinaus. Fällt der Beschäftigte dennoch einmal, dehnt sich das Verbindungsmittel bis zu einem definierten Grade aus und reduziert so die auf Mensch und Anschlagvorrichtung einwirkenden Kräfte.
Absturzsicherungssysteme mit großen Unterschieden in der Praktikabilität
2009 mussten die in der AMK verwendeten Sicherungssysteme in Teilen erneuert werden. Die Verantwortlichen machten sich auf den Weg zu mehreren Unternehmen, um die eingesetzten Lösungen zur Absturzsicherung vor Ort in Augenschein zu nehmen, denn nicht alle Systeme sind gleich. Zwar bieten moderne Seilsicherungssysteme bei korrekter Benutzung fast immer einen soliden Schutz.
Doch gibt es in der Praktikabilität große Unterschiede. Längst nicht alle Systeme sind gleichermaßen einfach zu bedienen. Eine fehlerhafte Bedienung der Sicherungssysteme kann gar deren Schutzfunktion in Gänze aushebeln.
Alltagstauglichkeit und einfache Bedienung gaben den Ausschlag
Daher standen in Iserlohn bei der Auswahl des neuen Systems zwei Faktoren im Vordergrund: die Alltagstauglichkeit und eine einfache Bedienung. Man entschied sich schließlich für das Seilsicherungssystem ABS-Lock SYS II des Herstellers und Entwicklers ABS Safety. Vor allem der bewegliche Gleiter (Bild 2) hatte maßgeblichen Anteil an der Auswahl des Systems vom Niederrhein.
Der Gleiter entscheidet, wie flüssig sich der angeschlagene Mitarbeiter entlang des überfahrbaren Seilsicherungssystems bewegen kann. Diese Laufeigenschaften des Gleiters sind in der Praxis tatsächlich sehr unterschiedlich.
Aber auch für den Schutzumfang des Systems stellt diese Eigenschaft einen wichtigen Zusatzfaktor dar, denn: Hakt der Gleiter plötzlich und die gesicherte Person wird unerwartet gestoppt, kann sie schnell das Gleichgewicht verlieren. Im schlimmsten Fall wird ein Fehltritt dadurch sogar noch begünstigt und ein Sturz ist auch mit Absturzsicherung keine angenehme oder ungefährliche Sache.
Selbsterklärender Gleiter für mehr Sicherheit in der Höhe
Ein weiterer Grund, schließlich ein System von ABS Safety für die Müllverbrennungsanlage auszuwählen, war die besonders einfache Bedienung: Der Gleiter von ABS Safety ist nahezu selbsterklärend und kann zudem nicht falsch angeschlagen werden. Der Gleiter ist nämlich so konstruiert, dass man ihn selbst mutwillig kaum so am Stahlseil befestigen könnte, dass er vom Seil rutscht. Das reduziert die Gefahr einer Fehlbedienung auf ein Minimum und erhöht somit die Sicherheit der Mitarbeiter noch weiter.
Mit dem Ergebnis ist man zufrieden und man wird auch in Zukunft auf voll überfahrbare Seilsicherungssysteme setzen – die haben sich in der Industrie bei der Sicherung von Versorgungsstegen oder großen Maschinen mittlerweile genauso bewährt wie in Fuhrparks oder großen Lagerhallen, wo solche Systeme beispielsweise an der Decke befestigt werden können.
* Ludwig Beckers ist Geschäftsführer der ABS Safety GmbH in 47623 Kevelaer, Michael Podschadel ist Kommunikationsberater bei der Medienagentur document1
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