Sichere Robotik
Wenn Maschinen menschlich werden

Ein Gastbeitrag von Dr. Florian Weißhardt, Head of Synapticon Intelligence, Synapticon 5 min Lesedauer

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Sie bewegen sich aufrecht, greifen nach Objekten und erkennen ihre Umgebung. Humanoide Roboter gelten als Hoffnungsträger gegen den wachsenden Fachkräftemangel. Doch je vielseitiger ihr Einsatz, desto höher die Anforderungen an sichere und kontrollierbare Abläufe.

Humanoide Roboter erfordern besondere Sicherheitsvorkehrungen, weil sie direkt mit Menschen interagieren.(Bild:  Synapticon)
Humanoide Roboter erfordern besondere Sicherheitsvorkehrungen, weil sie direkt mit Menschen interagieren.
(Bild: Synapticon)

Der Markt für humanoide Roboter entwickelt sich mit hoher Dynamik. Laut dem Bericht „Humanoid Robots: The AI accelerant“ von Goldman Sachs Research könnte er bis 2035 auf ein Volumen von 150 Milliarden US-Dollar anwachsen. Ein wesentlicher Treiber ist der demografisch bedingte Fachkräftemangel, der viele Branchen bereits heute vor Herausforderungen stellt. Genau dort entstehen Einsatzfelder für Roboter, die sich flexibel an bestehende Umgebungen anpassen können.

Humanoide Systeme lassen sich dort integrieren, wo bisher Menschen arbeiten, etwa in der Logistik, Montage oder Pflege. Sie agieren effizient und brauchen keine speziell angepasste Infrastruktur. Doch genau diese Nähe zum Menschen stellt neue Anforderungen an die funktionale Sicherheit. Roboter arbeiten nicht mehr abgeschottet, sondern in direkter Interaktion. Deshalb müssen Schutzsysteme vorausschauend reagieren und sich flexibel auf wechselnde Situationen einstellen.