Wälzlager Sensorik in Wälzlagern – ein Überblick

Die Digitalisierung sorgt dafür, dass immer mehr Intelligenz in Antriebskomponenten einzieht. Wie es aktuell mit smarten Wälzlager-Lösungen aussieht, haben wir nachgefragt.

Windkraftanlagen sind ein wichtiger Anwendungsbereich für das Condition Monitoring von Wälzlagern.
Windkraftanlagen sind ein wichtiger Anwendungsbereich für das Condition Monitoring von Wälzlagern.
(Bild: NSK)

Sensoren in Kfz-Radlagern erfassen schon seit Jahren Drehzahlen für im Automobil verbaute Sicherheitssysteme. Die bekannteste Anwendung ist vermutlich das Antiblockiersystem (ABS). In Schienenfahrzeugen kommen smarte Wälzlager ebenfalls zum Einsatz. Ziel ist die Sicherheit im Zug durch eine kontinuierliche Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) zu gewährleisten. Wälzlager werden dabei überwacht, um Schäden frühzeitig zu erkennen und ungeplante Ausfälle zu vermeiden. Schließlich sollen Personen und Güter die Fahrt unbeschadet überstehen.

Wälzlager mit integrierter Sensorik noch eher Ausnahme als Regel

Die Möglichkeit der Zustandsüberwachung und eine daraus resultierende vorausschauende Wartung kommt nun auch in der Industrie an. Dabei spielen vor allem wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Kann ein Anlagenstillstand durch sich selbst überwachende Komponenten verhindert werden, spart das schlicht Kosten ein. Wälzlager mit integrierter Sensorik sind zwar noch eher die Ausnahme als die Regel, aber die Nachfrage nimmt zu und darauf reagieren auch die Wälzlager-Hersteller. Nicht nur mit integrierten Sensoren, sondern auch mit Überwachungslösungen, die äußerlich an einer Anwendung angebracht werden, beispielsweise an Elektromotoren, Lüftern und Pumpen.

Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht