Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Auslandsmärkte

Der Standort Tschechien punktet mit Qualität

| Autor / Redakteur: Robert Benacka / Stéphane Itasse

Die tschechische Industrie ist mittlerweile in der Lage, Produkte auf dem Niveau der etablierten Industriestaaten herzustellen.
Bildergalerie: 2 Bilder
Die tschechische Industrie ist mittlerweile in der Lage, Produkte auf dem Niveau der etablierten Industriestaaten herzustellen. (Bild: martinlisner/Fotolia.com)

Firma zum Thema

Die tschechische Industrie hat sich seit den 90er-Jahren gut entwickelt und in Europa etabliert. Das hat natürlich auch Folgen für Unternehmen, die jetzt eine Expansion erwägen, ob im Hinblick auf das technische Niveau des Standorts oder auf Risiken wie die Kosten und Verfügbarkeit von Fachkräften.

Die Marke Skoda ist das wohl bekannteste Beispiel für den wirtschaftlichen Erfolg tschechischer Unternehmen. Doch das Land ist als Produktionsstandort längst nicht nur in der Automobilindustrie etabliert, sondern auch im Maschinen- und Anlagenbau in Europa führend – Kunden aus allen Weltregionen beziehen aus dem osteuropäischen Binnenstaat von der einzelnen Spezialschraube bis zur kompletten Fertigungsanlage hochwertige Industrieprodukte.

Auch in anderen Wirtschaftszweigen ist Tschechien in kleinen, aber deutlichen Schritten auf Wachstumskurs: etwa in der Metallurgie, der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie bei der Glas- und Keramikerzeugung.

Tschechien ist Kostenführer für die Gründung von Produktionsstandorten

Mit einem stetig wachsenden BIP und einer geringen Arbeitslosenquote von unter 6 % (Stand April 2015) hat sich Tschechien bereits als Kostenführer für die Gründung von Produktionsstandorten etabliert. Dies mag auch daran liegen, dass das Land nicht erst seit seinem Eintritt in die EU im Jahr 2004 näher an den Westen gerückt ist. Bereits nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begannen zunächst Industriekonzerne, später auch größere Mittelständler, Produktionsstätten in Tschechien aufzubauen. In den vergangenen zehn Jahren folgten in deren Kielwasser viele Zulieferbetriebe, um in unmittelbarer Kundennähe produzieren zu können.

Inzwischen hat sich die Industrie in der Tschechischen Republik stark westlichen Standards angenähert, etwa in Hinblick auf die Fähigkeiten technischer Fachkräfte. Doch was bedeutet das für Mittelständler, die heute eine erstmalige Expansion in Richtung Osteuropa erwägen? Ist Tschechien aufgrund der genannten Punkte besonders gut geeignet – oder ist das Risiko zu hoch, in den kommenden Jahren mit einem Fachkräftemangel und steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert zu werden, die wiederum die Löhne für Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte steigen lassen? Anhaltspunkte dafür, dass die Eröffnung oder der Ausbau eines tschechischen Produktionsstandortes auch in den kommenden Jahren ein sinnvolles Investment ist, liefert die Studie „Fachkräfte in Osteuropa. Eine Bestandsaufnahme aus Sicht des deutschen Mittelstands“. Bei der Studie handelt es sich um eine Analyse der Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG und des Magazins „Markt und Mittelstand“. Insbesondere bei wichtigen Kriterien wie der Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, der Infrastruktur und dem Qualifikationsniveau punktet die Tschechische Republik im Vergleich zu anderen EU-Nationen.

Mittelständler mit ihrem Engagement in Tschechien meist zufrieden

Starke Fürsprecher hat die Tschechische Republik bei Mittelständlern, die bereits seit einigen Jahren mit mindestens einem Standort im Land vertreten sind. Die in der Studie befragten Entscheider sind nicht nur in Summe zufrieden mit dieser Wahl – 77 % von ihnen würden auch heute wieder eine tschechische Niederlassung eröffnen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43690417 / Serie International)

Meistgelesene Artikel

VW eröffnet 3D-Druck-Zentrum mit HP-Maschine

3D-Metalldruck

VW eröffnet 3D-Druck-Zentrum mit HP-Maschine

07.01.19 - Der Werkzeugbau von Volkswagen erweitert sein Geschäftsfeld in Wolfsburg um ein 3D-Druck-Zentrum. Zu dem im Konzern verwendeten SLM-Verfahren gesellt sich die neue HP-Technik. lesen

Rodeln auf Rädern

Bremsen

Rodeln auf Rädern

08.01.19 - Rodeln ohne Schnee? Diesen Freizeitspaß will die Pistenbock GmbH mit dem Pistenbock-Cross ermöglichen. Hochwertige Komponenten wie die Rotationsbremsen von ACE Stoßdämpfer helfen, unerwartete Lenkeinschläge zu dämpfen und den Lenkverlauf insgesamt zugunsten von Fahrkomfort und Sicherheit zu glätten. lesen

Blockchain-Technologie einfach erklärt – Definition & Anwendungen

Datenspeicherung – verteilte Netzwerke

Blockchain-Technologie einfach erklärt – Definition & Anwendungen

16.01.19 - Was ist Blockchain-Technologie und was kann die Blockchain überhaupt? Hier erfahren Sie, was Sie zum Thema wissen müssen – die Grundlagen, die Funktionsweise und die Anwendungsbereiche von Blockchain einfach erklärt auf MM LOGISTIK! lesen