Pneumatikschläuche Sichere Kondensatvermeidung für Pneumatikantriebe lebenswichtig

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Dass Pneumatikschläuche Druckluft nicht nur transportieren, sondern auch permanent entfeuchten können, demonstriert ein Membranschlauch, der auf diese Art eine Kondensatbildung in Pneumatikantrieben verhindert. Besonders bei Zylinderantrieben mit kleinem Hubvolumen ist eine sichere Vermeidung lebenswichtig.

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Bei pneumatischen Zylinderantrieben lässt sich Wasserdampfkondensation in Komponenten und Leitungen nicht immer vermeiden. Die entstandenen Wassertropfen zerstören Schmierfilme zwischen Gleitflächen. Dadurch können Betrieb und Lebensdauer der Komponenten beeinträchtigt werden.

Neuer Pneumatikschlauch entfeuchtet Druckluft

Diese Gefahr erkannte der Pneumatikspezialist SMC mit Niederlassung im Großraum Frankfurt am Main insbesondere bei kleinem Hubvolumen. Als Antwort darauf hat er einen Membranschlauch entwickelt, der die Druckluft nicht nur hin und vom Antrieb zurück transportiert, sondern der sie auch nahe am Zylinder permanent entfeuchtet (Bild 1).

Heutzutage wird Druckluft für pneumatische Antriebe nicht mehr mit Öl als Schmierstoff versetzt. Auf diese Weise geschmiert wurden in der Vergangenheit die Antriebskomponenten. Inzwischen erhalten sie eine Lebensdauerschmierung. Dadurch kann ein sauberer und weitgehend wartungsfreier Betrieb gewährleistet werden.

Vor allem in der Lebensmittel-, Verpackungs-, Montage- und Elektronikindustrie ist das von großer Bedeutung. Dort sind die Anforderungen an die Sauberkeit von Produktionsmaschinen besonders hoch. Die Gefahr einer Ölleckage ist in diesen Branchen ein Ausschlusskriterium.

Kondensat wäscht Lebensdauerschmierung von Druckluftantrieben aus

Trifft allerdings Kondensat auf eine Lebensdauerschmierung, wird diese mit der Zeit ausgewaschen. Die Schmierung der Komponenten ist nicht mehr gewährleistet. Das Ausfallrisiko steigt.

Grund für die Kondensatbildung in pneumatischen Antrieben sind die schnellen Kolbenbewegungen im Zylinder. Es kommt zu adiabatischen Prozessen: Bei Kompression entsteht Wärme, bei Expansion Kälte.

Während jeder Ein- und Ausfahrbewegung wird der sogenannte Drucktaupunkt unterschritten. Das Ergebnis ist Kondensation. Als Folge davon bilden sich kleinste Wasserpartikel im Antriebszylinder, die bei längeren Schläuchen nicht das Entlüftungsventil erreichen.

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