Hydraulikzylinder

Sicherer Halt der Kolbenstangen ohne Nachjustieren

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Ein vollständig dichtes, entsperrbares Rückschlag-Sitzventil verschließt dabei den Zylinderraum, sobald der Kolben seine Halteposition erreicht. Dadurch ist die Druckflüssigkeit auf derjenigen Zylinderseite eingesperrt, die der Last entgegenwirkt: bei einer drückenden Last auf der Kolbenseite, bei einer ziehenden Last auf der Stangenseite. In diesem Zustand fließt kein Hydraulikmedium mehr ab oder zu, der Kolben kann sich nicht bewegen. Erst wenn auf der Seite gegenüber der Verriegelung genügend Druck aufgebaut wird, öffnet sich das Rückschlagventil und löst die Verriegelung.

Geringes Ölvolumen senkt Elastizität des Hydrauliksystems

Das System ist im Rahmen der Kompressibilität des Hydraulikmediums elastisch. Die Hydropneu-Entwicklungen minimieren dies jedoch, indem sie das eingesperrte Ölvolumen sehr gering halten. Die Wahl des Drucks bestimmt die Steifigkeit des Systems und damit die Größe der aufzunehmenden Kräfte: Je höher der Druck ist, desto größer sind die Kräfte, die das System aufnehmen kann, ohne zu federn.

Für besonders hohe Anforderungen hat Hydropneu eine kraftverstärkte hydraulische Verriegelung entwickelt (Bilder 2 und 3 – siehe Bildergalerie): Ein Druckübersetzer spannt das eingeschlossene Medium auf bis zu 500 bar vor, sobald der Zylinderraum verschlossen ist. Damit kann der Zylinder eine sehr hohe Gegenkraft aufnehmen, ohne dass das Hydraulikmedium komprimiert wird und die Kolbenstange sich bewegt.

Bildergalerie

Die hydraulische Versorgung muss im verriegelten Zustand nicht mehr aktiviert sein. Um den Zylinder wieder auf- oder zuzufahren, entsperrt die Steuerleitung das Rückschlagventil, und das Medium fließt ab.

Automatisches Nachstellen der Verriegelungskräfte

Viele technische Anwendungen mit hydraulisch bewegten Komponenten erfordern eine Verriegelung. Bei Hydraulikzylindern selbst kommen bislang hauptsächlich mechanische Verriegelungen zum Einsatz. Sie haben den Nachteil, dass bei Setzungserscheinungen des Systems ein Nachstellen der Verriegelungseinheit, zum Beispiel über Gewinde, notwendig ist. Das ist nicht nur aufwändig, sondern passiert auch erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist: Im Gießereibereich etwa sind dann schon mangelhafte Gussstücke entstanden.

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