Handhabungstechnik

Sicheres und schnelles Handhaben von Solarzellen

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Auch abgesehen von den Entwicklungen der Bosch Rexroth AG hat die Bosch-Gruppe im Laufe dieses Jahres ihre Aktivitäten im Bereich der Photovoltaik ausgeweitet. So hat die Robert Bosch GmbH die Ersol Solar Energy AG übernommen. Das Photovoltaik-Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt waferbasierte Siliziumsolarzellen und hat mit dem Aufbau einer Dünnschichtmodul-Produktion begonnen.

Vier Arme erreichen mehr als drei

Aktiv beteiligt an der Automatisierung der Photovoltaik-Produktion ist auch Adept. Das Unternehmen kooperiert nach Aussage von Vertriebsleiter Rüdiger Winter mit zahlreichen Firmen der Solarindustrie. „In den meisten Fällen wollen alle das Gleiche: Solarzellen oder Solarwafer in kürzester Zeit und bei minimaler Bruchrate von A nach B bewegen und möglichst im Fluge noch die Qualität des Produktes prüfen. Genau das ist mit unseren Systemen ideal realisierbar“, erklärt er.

So hat Adept beispielsweise mit der SLS Solar Line Saxony GmbH eine längerfristige Vereinbarung zur Lieferung einer größeren Zahl von Adept-Quattro-s650-Robotersystemen geschlossen. Die Roboter sind elementarer Bestandteil von Fertigungslinien zur Herstellung von kristallinen Siliziumzellen.

Bei der Kooperation handelt es sich laut Adept um einen Auftrag im Umfang von etwa 5 Mio. US-Dollar. SLS habe dabei von Adept allerdings nicht nur das Robotersystem, sondern auch Bildverarbeitung und weitere Komponenten gekauft.

Robotersystem speziell für die Solarfertigung

Mit dem Robotersystem Quattro s650 bietet Adept eigenen Angaben zufolge den weltweit einzigen Parallelroboter mit vier Armen und integrierten Antriebsverstärkern. Der Vier-Arm-Roboter bringt laut Winter in der Solarfertigungstechnik im Vergleich zu Drei-Arm-Robotern zahlreiche Vorteile: „Mit seinen vier Armen erreicht er ein besseres Kräfteverhältnis und Beschleunigungsverhalten. Zudem vermeidet der Roboter die sonst übliche und limitierende, mittige Teleskopdrehachse üblicher Deltaroboter und erreicht gleichzeitig höhere Geschwindigkeiten“, so der Vertriebsleiter.

Die Integration der Antriebsverstärker bedeutet, dass extern lediglich ein kompakter Controller von der Größe eines durchschnittlichen Videorecorders unterzubringen ist. Es gibt keine Notwendigkeit für teure Kabel zur Leistungsübertragung, wie es heißt. Die einzige und nahezu beliebig lange Verbindung zwischen Roboter und Steuerung bestehe aus einer sehr schnellen und gleichzeitig preisgünstigen Standard-Fire-Wire-Verbindung.

Außer dem Robotersystem entwickelt das Unternehmen mit Adept-Sight auch ein passendes Bildverarbeitungssystem für die Solarindustrie. Roboter und Bildverarbeitung werden von einer gemeinsamen Software aus programmiert und arbeiten laut Hersteller extrem eng und somit schnell zusammen. „Diese Integration bringt für die Anwendung selbst, vor allem aber auch für den Programmierer enorme Vorteile“, sagt Winter.

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