SPS/IPC/Drives Sicherheits-SPS überwacht Teilefertigung

Autor / Redakteur: Tobias Blickle / Alexander Strutzke

Zur sicheren Überwachung von Schutzräumen einer Fertigungsanlage sind Sicherheits-SPS nötig. Die AS-i-Schnittstelle sorgt dabei für die ebenfalls sichere Datenübertragung von den Türsensoren des Schutzzaunes zur SPS. Eine Lösung aus einer Hand vereinfacht die Projektierung und führt zu Kosteneinsparung.

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In Zusammenarbeit mit Fibro-GSA Automation realisierte das Coburger Unternehmen Kaeser Kompressoren die Automatisierung einer 30 m langen Fertigungslinie. Deren Sicherheit wird von einer Sicherheits-SPS mit AS-i-Schnittstelle und mehreren Türsensoren von Jokab Safety überwacht. Diese Lösung vereinfacht das Projektieren und bietet dabei mehr Übersicht sowie beachtliche Kosteneinsparungen bei Verdrahtung, Wartung und Lagerhaltung.

Ein über 70 m langer Schutzzaun Quick-Guard E verhindert das unbefugte Betreten des Gefahrenbereichs. Durch die Flexibilität des Gelenkarm-Portalroboters GL60 war es möglich, bereits bestehende Werkzeugmaschinen sowohl durch die Fronttür als auch von oben zu beladen.

Aufgabe der Bearbeitungsanlage

Im Werkstückträgerstapel wird eine komplette Losgröße an Werkstücken in die Fertigungslinie (siehe Bild oben) eingebracht. Der Gelenkarm-Portalroboter entnimmt Werkstücke aus dem Rohteilstapel und belädt die Werkzeugmaschinen sowohl anforderungs- als auch prioritätsgesteuert.

Die Werkstücke werden fertigbearbeitet im Fertigteilstapel abgelegt. Dieser wird nach dem Leerfahren der Anlage entnommen und ein neuer Werkstücktyp mit neuer Losgröße eingebracht. Dabei gewährleistet die neue Lösung von Jokab Safety durchgängige Maschinensicherheit gemäß Kategorie 4 nach EN 954-1.

Gelenkarm-Portalroboter erhöht Flexibilität

Die Gelenkarm-Portalroboter GL30 und GL60 der Fibro-GSA Automation GmbH transportieren Nutzlasten bis 60 kg inklusive Greifer in einem sechsachsigen Arbeitsbereich und vereinen die Vorteile von Arbeitsraum erweiternden Lineareinheiten mit modernster Sechs-Achs-Robotik für maximale Bewegungsmöglichkeiten bei kompakter Baugröße.

Durch die Sechs-Achs-Kinematik sind sie für alle Aufgaben prädestiniert, die komplexe Bewegungsabläufe erfordern und dabei wenig Raum für das Automatisierungssystem bieten. Je nach geforderter Ausrichtung des Arbeitsbereiches kann der Anbau des Roboters seitlich oder unter dem Portal hängend erfolgen.

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