Sensorik Sick wächst und baut KI-Sensorlösungen aus

Von Sariana Kunze 2 min Lesedauer

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Das Sensorunternehmen Sick hat seinen Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt: Der Umsatz ist um 5,4 Prozent auf 2,3 Millionen Euro gestiegen. Zudem kann das Unternehmen über 70 Patentanmeldungen für software- und KI-basierte Automatisierungslösungen verzeichnen.

Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, zeigt sich zufrieden mit dem gesteigerten Umsatz und Gewinn trotz anspruchsvollem Jahr.(Bild:  Sick AG)
Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, zeigt sich zufrieden mit dem gesteigerten Umsatz und Gewinn trotz anspruchsvollem Jahr.
(Bild: Sick AG)

Das Unternehmen Sick mit Hauptsitz in Waldkirch kann seinen Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2024 um 5,4 Prozent auf 2.307 Millionen Euro. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,1 Prozent auf 189 Millionen Euro. Um Währungskurseffekte bereinigt stieg der Umsatz sogar um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamte Finanz- und Ertragslage entwickelte sich positiv, so Sick. Das Unternehmen investierte im vergangenen Geschäftsjahr 11,7 Prozent des Umsatzes in seine Forschung und Entwicklung. „Wir haben Umsatz sowie Gewinn gesteigert und sind stolz auf diese Leistung in einem anspruchsvollen Jahr“, sagte Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender der Sick AG.

„Neben Umsatz und Gewinn verbesserte sich auch unsere Profitabilität. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 8,2 Prozent von 7,5 Prozent im Vorjahr. Das kennzeichnet die erfolgreiche Balance zwischen kurzfristiger Ertrags- und langfristiger Technologiesicherung bei Sick“, erklärte Jan-H. Eberhardt, Sick-Finanzvorstand.

Fabrikautomation verzeichnet stärkstes Wachstum

Sick-Sensorapplikationen sind die Basis für die Steuerung digitaler und automatisierter industrieller Prozesse in Fabrik-, Logistik- und Prozessindustrie. Im Geschäftsjahr 2023 konnte Sick in diesen drei Geschäftsfeldern Umsatzsteigerungen verzeichnen, wobei die Fabrikautomation mit 6,9 Prozent auf 1.185 Millionen Euro das stärkste Wachstum zeigte. Die Prozessautomation wuchs um 5,8 Prozent auf 348 Millionen Euro Umsatz. Die Logistikautomation zeigte nach den Rekordjahren der Corona-Pandemie und hohen Zuwächsen im E-Commerce weiterhin ein solides Wachstum von 2,8 Prozent auf 747 Millionen Euro.

Neben einem umfassenden Lösungsportfolio verfügt Sick auch über die Präsenz in allen etablierten Märkten sowie Wachstumsregionen weltweit. Im Heimatmarkt Deutschland wuchs der Umsatz trotz leicht rückläufiger Konjunktur um 4,2 Prozent auf 380 Millionen Euro. In der Region EMEA konnte der Umsatz mit 12,2 Prozent auf 823 Millionen Euro überproportional gesteigert werden. Diese positive Entwicklung spiegelt sich in vielen Ländern wider, in besonderem Maße in großen europäischen Märkten wie Großbritannien und Italien. Das Umsatzwachstum in der Region Americas von 7,1 Prozent auf 545 Millionen Euro ergab sich in den großen Märkten USA und Brasilien. Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik ging um 4 Prozent auf 559 Millionen Euro zurück. Dies ist auf den chinesischen Markt zurückzuführen, der durch negativ wirkende Kursveränderungen des chinesischen Renminbis sowie allgemeine Marktunsicherheiten in der Region beeinflusst wurde.

Mehr künstliche Intelligenz in Sensorhardware eingebettet

Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 waren im Sick-Konzern 12.185 Mitarbeitende tätig – ein Plus von 2,3 Prozent zum Vorjahr. Das Unternehmen legte bei seinem Personalaufbau einen Schwerpunkt auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Dort wurde die Beschäftigtenzahl um 9,2 Prozent auf 1.760 Mitarbeitende erhöht. Ideen aus Forschung und Entwicklung sind in marktfähige Produkte und 137 Patentanmeldungen von Sick geflossen. Softwarebasierte Lösungen machten dabei rund 70 Patente aus und auch die Einbettung von künstlicher Intelligenz in die Sick-Sensorhardware wurde in immer mehr Applikationen umgesetzt. Weltweit hält das Unternehmen fast 4.000 Patente für technologische Lösungen.

Die Sensorik ist und bleibt laut Sick ein Wachstumsmarkt, auch wenn die kurzfristigen Indikatoren der wirtschaftlichen Lage im ersten Quartal 2024 verhalten sind und eine Entspannung erst im Jahresverlauf prognostiziert wird.

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