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PLM-System

Siemens unterstützt den E-Class-Standard

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die E-Class-Unterstützung erleichtert es Kunden, komplexe Lieferketten auf der digitalen Plattform von Siemens zu verwalten.
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Die E-Class-Unterstützung erleichtert es Kunden, komplexe Lieferketten auf der digitalen Plattform von Siemens zu verwalten. (Bild: Siemens)

Die PLM-Software Teamcenter von Siemens unterstützt ab sofort den E-Class-Standard. Damit soll der Informationsverlust in den Konstruktionsprozessen vermieden und stabile Digitale Zwillinge geschaffen werden.

Siemens gibt bekannt, dass das Teamcenter Portfolio – die Product Lifecycle Management Software von Siemens – ab sofort den E-Class-Standard für Klassifizierung und Produktbeschreibung unterstützt. E-Class hat sich seit 18 Jahren international als ISO/IEC-konforme Industrienorm etabliert und ist zum weltweiten Referenzdatenstandard für die Klassifizierung und eindeutige Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen geworden. Die Unterstützung eines Standard-Klassifizierungssystems ermöglicht es Anwendern von Teamcenter, Konstruktions-, Beschaffungs-, Lager-, Produktions- und Vertriebsaktivitäten in und zwischen Unternehmen zu standardisieren – und das branchen-, länder- und sprachübergreifend.

Dieser standardisierte Datenaustausch soll zur Verbesserung der Datenqualität beitragen, den Beschaffungsprozess vereinfachen und die Kosten der Kunden senken durch die wirtschaftliche und effiziente Integration von PLM-Produktdaten in Customer SRM-Systeme (Supplier Relationship Management) und CRM-Systeme (Customer Relationship Management). Siemens PLM Software ist einer der ersten großen PLM-Anbieter, der den E-Class-Standard für einen umfassenden PLM-Einsatz unterstützt.

Eine gemeinsame Sprache minimiert Fehler

„Eine gemeinsame Sprache ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Digitalisierung und kann dazu beitragen, Fehler im Informationsaustausch mit unseren Kunden und Lieferanten zu minimieren“, erklärt Robert Jung, Leiter des Intelligent Data Logistics Program der Siemens AG. „Die Unterstützung von E-Class-Infostrukturen durch Teamcenter bietet vielfältige und produktive Vorteile innerhalb unserer Prozesse. Wir werden Produktinformationen, die in Teamcenter gehostet werden, nach internationalen Standards pflegen und bereitstellen können und eine Standardstruktur schaffen, um Informationen über Komponenten auf der Fertigungsseite zu importieren.“

In der gegenwärtigen PLM-Umgebung bestimmen die Kunden ihre individuelle Systematik und ihre Kategorien. Das bietet eine maximale Flexibilität und die Möglichkeit, so gut wie alles zu klassifizieren, einschließlich Bauteile, Dokumente und Prozesse. Dieses offene System erzeugt allerdings Daten in verschiedenen Formaten. Das kann zu Verlusten von Informationen bei der Übersetzung, zu unvernetzten und ineffizienten Systemen und letztlich zu höheren Kosten und geringerer Qualität führen. Der Einsatz von E-Class kann den Austausch geschäftlicher Daten rationalisieren, indem sichergestellt wird, dass Kunden und Lieferanten die gleiche „Sprache“ sprechen.

Datenaustauschprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg optimieren

Das ist besonders in komplexen Lieferketten wichtig: Geschäftspartner benötigen hier die Möglichkeit, dieselben Informationen, die auf die gleiche Weise gekennzeichnet sind, entlang der gesamten Wertschöpfungskette von SCM-, PLM- und CRM-Systemen auszutauschen. Detaillierte spezifische Komponenten, die über den E-Class-basierten Datenaustausch übertragen werden, tragen dazu bei, dass Simulationen physische Produkte genauer modellieren, da der digitale Zwilling während des gesamten Produktlebenszyklus definiert und validiert wird. Die Verwendung eines integrierten Systems auf einem einzigen Standard ist ein entscheidender Faktor bei der Realisierung einer ganzheitlichen digitalen Unternehmensvision.

Joe Bohman, Senior Vice President of Lifecycle Collaboration Software bei Siemens PLM Software, erklärt: „Als eines der ersten PLM-Systeme, das E-Class für den digitalen Datenaustausch unterstützt, hilft Teamcenter dabei, Datenaustauschprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu optimieren.“ So lasse sich letztendlich ein stabiler digitaler Zwilling schaffen.

Teamcenter wird weiterhin sowohl das traditionelle als auch das neue Klassifizierungssystem E-Class innerhalb der neuen Engine Teamcenter for E-Class Data Management unterstützen. Mit der Software können zudem Daten nahtlos in das neue System migriert werden, sobald die Kunden dazu bereit sind. Teamcenter für E-Class Datenmanagement in Active Workspace ist laut Siemens für Ende Frühjahr 2019 geplant.

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