Spritzguss-Simulation

Simulation ist unverzichtbar bei der Entwicklung von Spritzguss-Formen

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Bei den geringen Wandstärken der Behälter ist der zweischichtige Aufbau besonders schwierig und erfordert Erfahrung. Seit einigen Jahren besitzt AWM das Prozesswissen und ist in der Lage, Formen und Werkzeuge für diese Technik zu bauen. Die Auftraggeber aus der Medizintechnik bestellen bei AWM die Werkzeuge für Bauteile von Injektionsspritzen, Inhalatoren, Verpackungen oder Injektionspens für die Selbstversorgung mit Insulin.

Schon vor etwa acht Jahren führte AWM Mold Tech die Simulationssoftware Moldflow ein und versprach sich davon, die Anzahl von Praxisversuchen zu minimieren sowie schneller zu optimalen Formen zu kommen. Als die Aargauer Werkzeugbauer sich damals für diese Software entschieden, gab es praktisch keine Alternativen, Moldflow war auf dem Markt konkurrenzlos. Nach einem Grundkurs führten die Formenbauer Moldflow Adviser ein. Schon ein paar Jahre später stiegen sie auf Moldflow Insight um, denn sie benötigten die 3D-Fähigkeit dieser Software vor allem für die Produkte aus dem Medizinbereich.

Kaum eine Formentwicklung ohne die Simulation mit Moldflow

Rund 80 bis 100 Formen pro Jahr entwickeln und produzieren die Spezialisten von AWM. Kaum eine Formentwicklung kommt ohne eine Simulation mit Autodesk Moldflow aus. Die Bedienung von Moldflow erfordert Einarbeitung, wichtigste Voraussetzung ist aber die Erfahrung im Werkzeugbau und Spritzgießen. In der Entwicklung bei AWM wird das CAD/CAM-System NX 7.5 von Siemens sowie Teamcenter als durchgängiges PDM-System eingesetzt. Zwei Mitarbeiter führen dort neben ihren Konstruktionsarbeiten die Spritzgusssimulationen durch.

Moldflow wird bereits in der Angebotsphase benötigt, um mit den Kunden gemeinsam das Konzept zu entwickeln und gegebenenfalls Verbesserungen zu empfehlen, wie beispielsweise hinsichtlich des Anspritzpunktes, der Minimierung des Verzugs oder der Abkühlzeit. Die Autodesk-Software liefert viele Hinweise, das Produkt spritzgussgerecht zu konstruieren: Dabei geht es um Wanddicken, die optimale Festlegung der Trennflächen oder eine gleichmäßige Abkühlung des Bauteiles, um den Verzug zu verringern. Ein weiteres Ziel der Analyse ist es, die Zykluszeit zu minimieren. Moldflow hilft dabei, abzuschätzen, wann ein Teil stabil genug für die Entformung ist.

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