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Simulationssoftware zeigt die Problemstellen nei Dünnwandprodukten auf
Das Material für das Spritzgussteil ist in der Regel vom Kunden vorgegeben, während die Werkstoffe und der Aufbau des Werkzeugs hinsichtlich der Standfestigkeit und der Wärmeabfuhr angepasst werden können. Eine sorgfältig angepasste Kühlung ist für die Produktqualität und eine effiziente Fertigung besonders wichtig. Moldflow hilft dabei, die Kühlung in den Kavitäten (Einsatzteilen) zu optimieren.
Die Simulationssoftware ist sehr hilfreich, wenn die Gestaltung der Produkte mit den Kunden und intern diskutiert wird. Außerdem bietet sie die Möglichkeit, die Anzahl der praktischen Versuche und aufwendige Nacharbeiten zu reduzieren. Patrick Zimmermann berichtet, dass AWM dadurch mehr Sicherheit hat und eigene Erkenntnisse bestätigen kann oder Entwürfe infrage stellen muss.
Moldflow hilft dabei, zu lernen und Erfahrungen zu sammeln – besonders bei jüngeren Mitarbeitern ein großer Vorteil, sodass sie sich schneller einarbeiten können. Aber auch versierte Werkzeugbauer lernen noch dazu, denn Moldflow bietet selbst den erfahrenen Anwendern immer wieder neue Erkenntnisse. Gerade bei Dünnwandprodukten ist die Entwicklung der optimalen Form schwierig und die Simulationssoftware zeigt die Problemstellen deutlich auf.
Simulation wird im Normalfall durch die Ergebnisse in der Praxis bestätigt
Für das schweizerische Unternehmen sind die Simulation des Fließens und die Visualisierung der Vorgänge im Spritzgussteil inzwischen unverzichtbar bei der Formentwicklung. Die Simulation dient als Orientierungshilfe, die zeigt, dass eine konstruktive Lösung machbar ist. In der Regel wird sie in der Praxis bestätigt. Entsprach die Wirklichkeit einmal nicht der Simulation, dann fand AWM Mold Tech meist heraus, dass die Randbedingungen falsch waren – nicht die Simulation selbst.
Eine Bemusterung (so nennt die Branche die praktischen Spritzgussversuche) gibt es trotzdem immer. Doch die Software hilft, viel Aufwand, Kosten und Zeit einzusparen und somit teure Fehler zu vermeiden. Mithilfe von Moldflow kann die Anzahl der Versuche und Korrekturschleifen deutlich reduziert werden.
Bei AWM ist heute nur noch etwa die Hälfte der Zeit von früher nötig, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.
Das Team von Patrick Zimmermann arbeitet im Moment mit Moldflow Insight 2010. Demnächst soll eine aktuellere Version der Software eingeführt werden. Davon versprechen sich die Werkzeugbauer noch präzisere Simulationen.
* Dr. Philipp Grieb ist freier Journalist. Wolfgang Lynen ist Marketing Campaign Manager Manufacturing bei der Autodesk GmbH in 81379 München.
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