Hightech für Sotschi

Skeleton-Schlitten: Aus dem Windkanal für den Eiskanal

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Weil alle Anbauteile durch das Reglement vorgeschrieben sind, gibt es nur wenige Möglichkeiten, die Aerodynamik zu verbessern. Energiefresser sind vor allem Verwirbelungen an den Kanten und Übergängen.

Am neuen Schlitten von Anja Huber hilft nun ein pneumatisches System, die Spalten zwischen Sportlerin und Gerät besser zu schließen. Neben der ergonomisch und aerodynamisch verbesserten Form des Schlittens wurde auch eine spezielle Beschichtung entwickelt, die Anja Huber während der Fahrt absolut rutschsicher hält.

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Spezialstahl aus dem Automobilbau sorgt für Fahrdynamik

Als Material für den Schlitten ist Stahl vorgeschrieben. Materialien wie Titan oder Carbon sind nicht erlaubt. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen der TU München testeten die Forscher verschiedene Stahlsorten. Bei der Liegeschale entschieden sie sich für einen Spezialstahl aus dem Automobilbau.

Mit ihren Computern berechneten die Umformtechniker ein Werkzeug, das die Schale in einem Schritt in die optimal an den Körper angepasste Form bringt. So gelang es, die vorgeschriebene Steifigkeit mit spürbar geringerem Gewicht zu erreichen. „Dank des geringeren Gewichts der Schlittenkonstruktion konnten wir nun an für die Fahrdynamik vorteilhaften Stellen gezielt Bleigewichte einbauen“, sagt Ilja Feldstein.

Anja Hubers Partner Red Bull finanziert das Projekt

Nach Tests auf der Trainingsbahn am Königssee und weiteren Detailverbesserungen wurde der neue Schlitten der Abnahmekommission vorgestellt. Nach eingehender Prüfung und weiteren Anpassungen erhielt er die endgültige Abnahme. Finanziert wurde das Projekt von Anja Hubers Partner Red Bull.

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