Automatisierungskomponeten So baut man ruckzuck eine Produktionslinie auf

Autor / Redakteur: Helmer Lücken / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Mit flexiblen Automatisierungskomponenten war es einem Nähautomatenproduzenten möglich, in kürzester Zeit eine Produktionslinie zur Herstellung medizinischer Masken aufzubauen.

Nur mithilfe von flexiblen Steuerungs- und IO-komponenten war es Beckmann Automation möglich, innerhalb kurzer Zeit eine Maskenproduktionslinie aufzubauen.
Nur mithilfe von flexiblen Steuerungs- und IO-komponenten war es Beckmann Automation möglich, innerhalb kurzer Zeit eine Maskenproduktionslinie aufzubauen.
(Bild: Eaton)
  • Die Corona-Krise zwang das Unternehmen Beckmann Automation, seine bisherige Maschinenproduktion mangels Nachfrage zu stoppen.
  • Die HMI/PLC-Kombigeräte XV300 und das I/O-System XN300 von Eaton ermöglichten ihm jedoch eine einfache Projektierung und Inbetriebnahme einer Produktionsanlage für medizinische Masken.

Nähen, Zuschneiden, Handhaben – alle textilen Fertigungsprozesse basieren auf diesen drei Technologien. Die im münsterländischen Ochtrup ansässige Firma Beckmann Automation beherrscht diese drei Schlüsseltechnologien seit rund 30 Jahren, entwickelt und baut automatische Maschinen für die Herstellung von Matratzen sowie für die Band- und Autogurt-Herstellung.

Corona-Krise erforderte Produktionsstillstand

Doch die Corona-Krise spürte auch Beckmann: „Im März 2020 schlossen wegen der Pandemie auch die ersten Matratzenhersteller“, erinnert sich Junior-Geschäftsführer Kevin Beckmann. „Bereits fertige Maschinen wurden nicht mehr abgenommen, einfach weil viele Kundenbetriebe stillstanden.“ So drohte auch bei Beckmann der Stillstand, das Unternehmen stand vor der Entscheidung, seine Mitarbeiter in die Kurzarbeit zu schicken. „Das wollte ich aber unter allen Umständen vermeiden – wir haben wirklich gute Mitarbeiter, Kurzarbeit wollte ich ihnen nicht aufbürden.“ Die Herausforderung war, bekannte Teilprozesse in kürzester Zeit neu zusammensetzen. Das gesamte Team von Beckmann setzte sich zusammen und überlegte gemeinsam, welche Alternativen sich boten. „Damals wurde das Thema der fehlenden Schutzmasken bereits in den Medien ausführlich diskutiert. Da lag es nahe, sich mit den dafür notwendigen Fertigungsprozessen mal genauer auseinanderzusetzen“, erinnert sich Beckmann.