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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

So können Chefs das Krankfeiern endgültig abstellen

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Sprunghaft stiegen die Krankmeldungen auch vor Feiertagen und in der Ferienzeit: Seien Urlaubsanträge wegen hoher Auslastung nicht genehmigt worden, nähmen sich manche Mitarbeiter schon mal selbst frei, wie Markus Lentz bereits des Öfteren erfahren habe. Was viele für ein Kavaliersdelikt hielten, sei in Wahrheit Betrug und damit ein ernst zu nehmender Straftatbestand.

Arbeitgeber muss betrügerisches Krankfeiern beweisen

Verfolgt wird dieser aber nur, wenn der Arbeitgeber Beweise vorlegen kann, wie es heißt. Und das sei in aller Regel der Knackpunkt für den Chef: Mache er etwa einen Hausbesuch zur Überprüfung, müsse der Mitarbeiter ihm weder öffnen noch ihn hereinlassen. Ein solcher Besuch beweise also gar nichts – und schade womöglich sogar dem Ruf der Firma. Denn es gelte als Bespitzelung, wenn die Krankmeldung angezweifelt und der Mitarbeiter bis nach Hause verfolgt wird.

Aber nicht jeder Chef treffe zufällig seinen Mitarbeiter an der Tankstelle, wo er seinem Zweitjob nachgeht, obwohl er seit Tagen wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben ist. Und kaum einer habe die Zeit, solche Begebenheiten durch eigene Beobachtungen herbeizuführen. „Von Aktionen auf eigene Faust ist auch dringend abzuraten“, meint Lentz. „Die Sicherung gerichtsfester Beweise und eine professionelle Observation sind nichts für Laien. Bemerkt der Verdächtige, dass er beschattet wird, gelingt es nie, ihn zu überführen.“

Wer einen Detektiv einschaltet, hat laut Mitteilung hingegen gute Aussichten auf Erfolg – und ist mit einem seriösen Partner rechtlich auf der sicheren Seite: Der Arbeitgeber dürfe externe Fachleute einschalten und in einem solchen Einzelfall sogar personenbezogene Daten (Name, Anschrift der Mitarbeiter) herausgeben. In rund 400 bis 500 Fällen ermittelten die Detektive der Detektei Lentz im Schnitt pro Jahr. „In 89 % der Fälle konnten wir den Lohnfortzahlungsbetrug zweifelsfrei und gerichtsverwertbar nachweisen“, sagt Lentz.

Gerichtsfeste Beweise ermöglichen schnelle Kündigung

Das spare den Unternehmen nicht nur weitere Ausfälle und Unkosten, sondern auch das Risiko eines langwierigen und kostspieligen Prozesses vor dem Arbeitsgericht: Die Beweismittel würden bei der Detektei Lentz vorab sogar von eigenen Justiziaren auf ihre Gerichtsverwertbarkeit hin geprüft. Eine wirksame Kündigung sei damit nur noch Formsache.

Wirklich kranke Arbeitnehmer hätten hingegen durch Kontrollen von Detektiven nichts zu befürchten. „Der unangenehme Verdacht, dass der Arbeitnehmer die Krankheit vielleicht nur vorgetäuscht hat, kann durch den gezielten Einsatz von gut ausgebildeten, seriösen Ermittlern schnell und diskret ausgeräumt werden und ist so auch als vertrauenssichernde Maßnahme zu sehen“, meint Lentz. Mit einer Wahrscheinlichkeit von neun zu eins sei das Honorar für den Auftraggeber jedoch gut investiertes Geld – und setze ein eindringliches Zeichen in der Belegschaft: Blaumacher werden nicht geduldet.

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