Lagerverwaltung

Software macht Lager clever

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Die Flexibilität der Software sei dabei enorm wichtig. „Wir werden darüber hinaus auch häufig gefragt, ob es möglich ist, komplexe Lagertechniken wie beispielsweise Hochregallager, Behältertechniken oder Pick by Voice mit hoher Leistung über einen zentralen Server anzubinden“, ergänzt Ehrhardt. Dies alles seien Anforderungen der Kunden, die es heute und auch zukünftig zu erfüllen gelte.

Dipl.-Ing. Thomas Furthmayr, Produktmanager bei der Knapp Logistik Automation GmbH in Hart (Österreich), hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Um den ständig wachsenden Anforderungen hinsichtlich Qualität, Leistung, aber auch nach Flexibilität nachkommen zu können, reicht es heute nicht mehr, die einzelnen Lagerprozesse nur zu unterstützen oder dafür Einzellösungen anzubieten, sondern es wird eine integrierte Gesamtlösung vorausgesetzt.“ Das nahtlose Zusammenspiel von Best-Of-Class-Lösungen sowie die zentrale Steuerung und Überwachung der Prozesse garantiere ein hohes Optimierungspotenzial und maximale Transparenz für den Kunden.

Nachgefragt werde heutzutage zusätzlich zu den Basisfunktionalitäten der Prozesse (Wareneingang bis Warenausgang) die Möglichkeit, die Prozesse schnell und selbst umzuparametrieren (Parameter, Workflows), um flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können. Insbesondere im stark wachsenden 3PL-Markt sei es ein Muss. Um maximale Transparenz zu erhalten, würden Key-Performance-Indikatoren und Statistiken ebenso nachgefragt wie Lager- oder Prozesskostenrechnung. Zur täglichen Optimierung im Lager wollen die Anwender auch ein Leitstandscockpit. Darüber hinaus bestehe bei den Anwendern der Wunsch, mögliche Optimierungen vor der Einführung erst simulieren zu können.

Zahlreiche Neuheiten auf der Messe Logimat

Zur Logimat stellt SSI Schäfer vor allem die SAP-Kompetenz vor. Ein weiteres Thema wird nach Aussage von Ralf Bleifuß die Integration von Salomon Automation sein. E+P präsentiert auf der Logimat 2009 laut Hermann Ehrhardt erstmals eine neue digitale Videodokumentation, „mit der sich alle Abläufe der Intralogistik lückenlos dokumentieren lassen“. Warehouse-Management-Systeme (WMS) organisieren und verwalten Warenbewegungen im Lager. „Allerdings sind diese Systeme ,blind‘, denn die tatsächliche Warenbewegung im Lager wird nicht optisch aufgezeichnet“, erklärt Hermann Ehrhardt.

Und das habe Folgen, denn bei Reklamationen können Sendungsinhalte und -qualitäten nachträglich nicht mit einem Bildnachweis belegt werden. Aus Kulanzgründen werden Reklamationen dann oft fälschlicherweise anerkannt. „Zusätzliche Kosten entstehen durch die aufwändige interne Recherche. Fehler bei Warenempfang, Einlagerung, Kommissionierung oder Versand können später nicht mehr nachvollzogen werden“, sagt Hermann Ehrhardt.

Das standardisiert im Lagerführungssystem LFS 400 integrierte Videomodul speichere und archiviere die Videosequenzen der Lagerabläufe und verknüpfe sie mit den Prozessdaten. „Die Videounterstützung stellt die Lösung in der Warehouse-Logistik dar. Sie ermöglicht einen schnellen Zugriff auf Archivdaten, bietet eine problemlose Recherche und beschleunigt die Reaktionszeiten“, stellt Hermann Ehrhardt fest.

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