Zerspanung

Sonder- und Kombiwerkzeuge reduzieren Haupt- und Nebenzeiten

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Ein Drehteil aus Kunststoff mit einem Außendurchmesser von etwa 10 mm sollte komplett bearbeitet werden, inklusive Rückseitenbearbeitung. Die maschinenbedingte Vorgabe – kein Werkzeugwechsler und keine Gegenspindel – erforderte speziell ausgelegte Werkzeuge.

Gelöst wurde die Aufgabe mit vier Werkzeugen des Systems Mini und drei Werkzeugen des Systems Supermini mit CBN-Schneiden. Diese Anwendung unterstreicht die Vorteile dieser Werkzeugsysteme speziell bei kleinen Bauteilen und engen Bearbeitungsräumen. Durch das Vermeiden von Werkzeugwechseln werden Zeit und Kosten eingespart.

Werkzeug des Systems Supermini erlaubt Einsatz eines Plandrehkopfes

Bei Ventilkörpern aus Rotguss müssen die unter 8° geneigten Dichtflächen bearbeitet werden. Bei einem Bohrungsdurchmesser von 10 mm beträgt die Nuttiefe 2,5 mm. Erschwert wird die Bearbeitung durch die beiden schräg zur Hauptachse liegenden Dichtflächen sowie die langen Einfahrwege und das Verhältnis Einfahrdurchmesser zu Bearbeitungsdurchmesser.

Die Aufgabe löst ein Werkzeug des Systems Supermini. Das Einschneidenwerkzeug ist so konzipiert, dass es problemlos in die Bohrung einfahren und dort die Stirn-, Umfangs- und Rückseiten bearbeiten kann. Entscheidend ist, dass dieses Werkzeug beide Dichtflächen von einer Einfahrseite aus bearbeiten kann. Dies erlaubt den Einsatz eines Plandrehkopfes.

* Markus Kannwischer ist Leiter Technik und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Hartmetall-Werk- zeugfabrik Paul Horn GmbH, 72072 Tübingen.

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