Hannover-Messe 2009 Sonderschau – Höhere Anlagenverfügbarkeit mit Condition Monitoring

Redakteur: Jürgen Schreier

Zum dritten Mal in Folge findet die Sonderschau „Condition Monitoring Systems“ auf der Hannover-Messe statt. Jeweils 20000 Besuchern der CMS Sonderschauen 2005 und 2007 verdeutlichen das Interesse an dem Thema.

Anbieter zum Thema

„In einem konjunkturell schwierigen Umfeld ist es besonders wichtig Innovationen, Mehrwert und Wirtschaftlichkeit optimal miteinander zu verbinden“, erklärt Manfred Kutzinski, Projektleiter der Deutschen Messe AG. Vor diesem Hintergrund findet begleitend zur weltweit bedeutendsten internationalen Automatisierungsmesse „Motion, Drive & Automation“ (MDA) auf der Hannover-Messe 2009 die Sonderschau „Condition Monitoring Systems“ statt.

In Halle 24, im „Herzen“ der MDA (Hallen 14, 15, 19 bis 24 und 27) zeigen die Anbieter von Condition Monitoring-Systemen, wie einfach und kostengünstig es heute ist, Maschinen und Anlagen kontinuierlich oder bedarfsabhängig diagnostizieren zu können. Damit wird Schäden vorgebeugt und Servicemaßnahmen können früher, aber auch planbarer erfolgen.

Ein typisches Beispiel dafür ist der neue Wearscanner von Prüftechnik. Auf der Condition-Monitoring-Sonderausstellungsfläche in Halle 24 zeigt das Unternehmen seinen Online-Partikelgrößen-Verteilungszähler. Mit diesem lassen sich Schmieröle bei einer Druckumlaufschmierung überwachen. Beim Wearscanner handelt es sich um einen intelligenten Sensor, der elektrisch leitende Partikel erkennt, in Echtzeit erfasst und in Anlehnung an ISO 16232 größenabhängig klassifiziert.

Verschleiß online erfassen

Dazu wird einfach der entsprechende Sensor vor dem Nebenstromfilter in den Ölkreislauf eingebaut. Durch die kontinuierliche Datenerfassung erkennt das System am Trendverlauf sofort, wann sich überproportionaler Verschleiß ergibt – ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich in nächster Zeit ein Lager oder eine Verzahnung verabschiedet. Peter-Michael Synek, Projektmanager beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und Mitorganisator der Sonderschau, kommentiert: „Solche einfach arbeitenden Systeme zeichnen mittlerweile ein sehr exaktes Bild vom Zustand der Maschine oder Anlage; was früher teuer war, gibt es heute günstig zu kaufen.“

Condition-Monitoring-Systeme: günstig und vielseitig

Die Sonderschau „Condition Monitoring Systems“ findet zum dritten Mal im zweijährigen Turnus statt. Mit jeweils 20000 Besuchern hat sie sich vom Anfang an als Erfolg erwiesen. Den Grund dafür sieht VDMA-Projektmanager Peter-Michael Synek darin, „dass Maschinen- und Anlagenbauer sowie die Betreiber heute nur noch geringe Mehrkosten in Kauf nehmen müssen, um die Verfügbarkeit ihrer Anlagen spürbar zu erhöhen“. Extruder, Prozesslüfter, Spezialantriebe, Pumpenstationen, Notstromaggregate: Sie alle lassen sich beispielsweise mit einem einfachen Stand-Alone-System überwachen.

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