Werkzeugmaschinen Spanischer Hersteller MTE setzt auf stabile Maschinen
Rund 1100 Großfräsmaschinen hat der spanische Werkzeugma-schinenhersteller MTE in den 20 Jahren seines Bestehens weltweit verkauft. Gunther Borbonus, Geschäftsführer der MTE Deutschland GmbH, erklärt, worauf es bei Großmaschinen besonders ankommt. Dabei setzt er auf hochwertige Werkstoffe, um die Steifigkeit und Langzeitgenauigkeit der Maschinen zu gewährleisten.
Anbieter zum Thema

Herr Borbonus, Sie präsentieren bei MTE ein breites Angebot an sehr großen Maschinen: Was heißt bei Ihnen XXL?
Wir bauen beispielsweise Fahrständer-Fräsmaschinen mit einem maximalen vertikalen Bearbeitungsweg von 5 m und in der Längsachse X von 8 bis 12 m Verfahrweg. Die obere Grenze in der Länge liegt im Augenblick bei 26 m. Derartig große Anlagen kaufen auch Lohnfertiger, welche die Anlagen in der sogenannten Pendelbearbeitung nutzen. Dabei wird in einem Teil des Bearbeitungsbereiches bearbeitet, während im anderen Teil des Arbeitsbereiches schon der nächste Auftrag gerüstet wird.
Wer setzt Ihre Maschinen ein?
Im Prinzip alle, die große Bauteile zerspanen. Ein großer Nachholbedarf besteht momentan im Werkzeug- und Formenbau. Ein Grund war seinerzeit der Vormarsch der 3D-Konstruktionssoftware, die das klassische Prototyping zum großen Teil verdrängte. Dies führte in der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre zu stark reduzierten Investitionen im Großmaschinenbereich. Eben dieser Investitionsstau scheint sich nun langsam aufzulösen.
Wie erhalten die Großmaschinen die nötige Steifigkeit?
Die Maschinen bestehen komplett aus hochwertigem Guss – und zwar zu einem großen Anteil sogar aus dem Kugelgraphitguss GGG 70. Unsere selbst entwickelten und gebauten automatischen Fräsköpfe bestehen sogar aus Stahlguss. Die Entscheidung für diese hochwertigen Materialqualitäten bringt für die Maschinen hohe Steifigkeit und damit Langzeitgenauigkeit bei gleichzeitig bester Schwingungsdämpfung. Dabei entstehen die hohen Kosten nicht allein beim Material, sondern vor allem bei dessen Bearbeitung. Die Zerspanung dieser Werkstoffe ist aufwendig, wird aber komplett auf eigenen MTE-Maschinen gemacht. Das Finishing aller Baugruppen erfolgt dann auf Schleifmaschinen.
(ID:43393054)