Biegen

Spannringautomat verzichtet völlig auf Hydraulik

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Weite Spanne an unterschiedlichen Profilen für das Stahlband

Abgerollt von der Haspel wird das Band aus Stahl oder Edelstahl durch eine Arrondierstation gezogen, die das Material zusätzlich entgratet. Es schließt sich ein Profilierwerk an, das gleichzeitig als Rolleneinzug fungiert und in dem auch bereits die Artikelkennzeichnung über einen integrierten Stempel stattfindet. Durch den Einsatz von Profilrollen lässt sich eine relativ weite Spanne an unterschiedlichen Profilen fertigen und ein schneller Wechsel von einem Profil zum nächsten vornehmen. Die folgende Biegestation (Bild 1) formt einen Ring aus dem gestreckten profilierten Stahlband, der daraufhin abgeschnitten wird. Durchmesser und Drall sind elektrisch einstellbar.

Als Nächstes transportiert das Transfersystem den Artikel in eine Präge- und Beschnittstation. Durch die hier eingebrachte Überlappungsprägung können die Ringenden im Schließvorgang ineinandergleiten. Gleichzeitig werden die beiden Enden an der Front beschnitten und ein Schlitz wird gestanzt. Das Profil wird hierbei eingeschnitten und dann herausgeprägt, sodass eine Schleife entsteht, durch die es später möglich ist, eine Plombierung am geschlossenen Spannring anzubringen.

Verschlüsse werden mit dem Spannring verschweißt

Vom Transfer übernommen wird der Ring positioniert und weiter zur Schweißstation befördert. Von der Rückseite der Maschine zugeführte, vorgefertigte Verschlüsse werden vereinzelt, mit dem Ring zusammengeführt und verschweißt (Bild 3). Das Modul ist mit einer Schweißstromüberwachung ausgestattet, um die Prozessparameter zu protokollieren und Fehlschweißungen sicher erkennen zu können. Am Ende der Fertigung wird der Spannring aus der Schweißstation automatisch entnommen und auf einem Stab gesammelt, von dem der Bediener den fertigen Artikel direkt verpacken kann.

Von Dynamik, Steuerbarkeit und freier Programmierbarkeit profitieren

Das Sauerländer Maschinenbauunternehmen hat die Anlage so konzipiert, dass der Kunde von den Vorteilen der Servoelektrik sehr gut profitieren kann. Das zeigt sich nicht nur in der Dynamik, der guten Steuerbarkeit und freien Programmierbarkeit der Maschine, sondern auch in der exakten Positionierung sowie der Kraft und der sehr hohen Energieeffizienz. Der neue Schmale-Spannringautomat hat eine maximale Leistungsaufnahme bei Volllast von etwa 25 kW, wobei die beiden Schweißvorgänge allein mit jeweils 6 kW zu Buche schlagen. MM

* Andreas Goseberg ist Service- und Vertriebsleiter bei der Schmale Maschinenbau GmbH in 58762 Altena; Thorsten Lente ist freier Journalist

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