Kampfjet-Kindergarten Dassault Aviation und Airbus zanken um das Sagen im Kampfjet-Bündnis FCAS

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Beim Kampfjet-Bündnis aus Frankreich, Deutschland und Spanien werden die Spannungen zwischen Airbus und Dassault Aviation deutlicher. Ähnliches hat schon einmal ein Vorhaben zu Fall gebracht ...

So stellt sich ein Künstler vor, wie das Kampfflugzeug aussehen könnte, das einmal aus dem Bündnis FCAS hervorgehen soll. Aber, wie damals im Vorfeld zum Eurofighter, gibt es wieder Unstimmigkeiten, bei denen es darum geht, wer den Hut aufhat. Es streiten Airbus und Dassault.(Bild:  Rama)
So stellt sich ein Künstler vor, wie das Kampfflugzeug aussehen könnte, das einmal aus dem Bündnis FCAS hervorgehen soll. Aber, wie damals im Vorfeld zum Eurofighter, gibt es wieder Unstimmigkeiten, bei denen es darum geht, wer den Hut aufhat. Es streiten Airbus und Dassault.
(Bild: Rama)

Auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris machten Vertreter von Dassault Aviation und Airbus demnach klar, dass sie unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wer beim künftigen europäischen Luftkampfsystem FCAS die Führung übernehmen soll. Damit drohe durchaus ein ähnlicher Bruch, wie in den 1980er-Jahren, wodurch es zu zwei Kampfjets kam – zum Eurofighter und zum französischen Rafale, die gegeneinander konkurrieren. Immerhin sind beide Luftkampfsysteme mittlerweile über oder um die 20 Jahre alt. FCAS soll das Waffensystem der nächsten Generation werden und außer einem Mehrzweck-Kampfflugzeug begleitende Drohnen beinhalten. Beteiligt ist auch Indra Sistemas aus Spanien. MTU Aero Engines und Safran wollen sich um den Antrieb kümmern. Großbritannien hat mit dem Global Combat Air Programme übrigens selber ein ähnliches Vorhaben angeschoben. Daran beteiligt sind von dort BAE Systems, der italienische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo und Mitsubishi Heavy Industries aus Japan.

Dassault Aviation beklagt die Regelungen beim FCAS-Projekt

Im Rahmen eines Interviews mit Bloomberg beklagte Airbus-Verteidigungschef Michael Schöllhorn das ständige Gerangel über die jeweilige Rolle der Partner. Und Dassault-Aviation-Chef Eric Trappier bekräftigte hingegen im Gespräch mit dem Sender Bloomberg Television seine Forderung, dass sein Unternehmen als Hersteller der Rafale das Sagen bei FCAS haben sollte. Trappier brachte sogar einen Rückzug seines Unternehmens ins

Spiel, wobei wir wieder beim Eurofighter-Syndrom angekommen wären. „Wir könnten wieder es alleine machen“, bekräftigte der Manager. Wenn es eine gute Zusammenarbeit gebe, die gut organisiert sei, hätte er kein Problem, doch er sei derzeit nicht glücklich mit den Regeln, die dem Programm zugrunde lägen. Schöllhorn plädierte hingegen dafür, keine alten Diskussionen aufzuwärmen. Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, wie man zusammenkommen könne, damit etwas Positives dabei herauskomme. Mit Blick auf die Vorstellungen von Dassault Aviation lässt er allerdings wissen, dass man dort eben ein anderes Verständnis von einem multinationalen Programm hat.

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