Laminatherstellung Spezielle Absaugleitung optimiert Vakuuminfusion

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Bei der Herstellung von faserverstärkten Laminaten ist einer der wichtigsten Prozessschritte die Vakuuminfusion. Meist werden dazu Spiralschläuche oder andere absaugfähige Komponenten genutzt. Eine besondere Membranleitung soll das Verfahren jetzt günstiger und stabiler machen.

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Die besondere MTI-Leitung (Membrane Tube Infusion) von DD-Compound sorgt bei der Laminatherstellung für einen reproduzierbareren Prozess bei der wichtigen Vakuuminfusion.
Die besondere MTI-Leitung (Membrane Tube Infusion) von DD-Compound sorgt bei der Laminatherstellung für einen reproduzierbareren Prozess bei der wichtigen Vakuuminfusion.
(Bild: DD-Compound)

Einer der wichtigsten Schritte bei der Herstellung von Laminaten aus faserverstärkten Kunststoffen ist die Vakuuminfusion. Sie wird in Bereichen eingesetzt, in denen hochfeste und leichte Bauteile benötigt werden. Die Firma DD-Compound bietet mit dem MTI-Prozess (Membrane Tube Infusion) die Innovation für die Vakuuminfusion. Kernstück ist die eigens entwickelte MTI-Leitung. Sie wird überall dort eingesetzt, wo bislang Spiralschläuche oder andere Absaugmedien Verwendung fanden.

Gasdurchlässige Membran schützt Leitung vor Harz

Das Ergebnis sind im Vergleich zur klassischen Vakuuminfusion und anderen Methoden qualitativ hochwertigere Bauteile mit reproduzierbareren Eigenschaften, bei höherer Prozesssicherheit und sinkenden Kosten. Weltweit ist die MTI-Leitung über von DD-Compound geschulte Handelspartner in den verschiedenen Regionen zu beziehen. Die MTI-Leitung beschreibt eine Membran ummantelte Absaugleitung für die Vakuuminfusion. Dabei handelt es sich um eine Gas durchlässige und Harz sperrende Leitung, die zum Evakuieren der Luft eingesetzt wird. Besonders ist der Sandwichaufbau aus Absaugleitung, Vlies zum Schutz der Membran und für verbesserte Absaugeigenschaften sowie der Membran. Wird im Vakuuminfusionsverfahren gearbeitet, bleibt der Prozess unverändert und die MTI-Leitung als Ringleitung zum Evakuieren der Luft am Formenrand platziert. So ist die Sicht auf das zu tränkende Bauteil nicht versperrt. Der Infusionsprozess läuft sichtbar unter der Vakuumfolie ab.

Die Sperrwirkung der Membran verhindert, dass Harz in die Absaugleitung gelangt. Erreicht das eingeleitete Harz an einer Stelle die Absaugleitung, stoppt es hier und fließt weiter durch das zu tränkende Gewebe des Bauteils. Die Harzeinleitungspunkte können so frei gewählt werden, da ein gleichmäßiges Erreichen der Absaugleitung dank der MTI-Leitung nicht mehr erforderlich ist. Aufwendige und kostenintensive Berechnungen des Harzflusses entfallen. Da der Harzverlauf unabhängig von der Absaugleitung gestaltet werden kann, wird auch die Fertigung komplexer Bauteile im Vakuuminfusionsverfahren möglich. Bei Bedarf kann die MTI-Leitung zusätzlich auf dem Bauteil platziert werden, beispielsweise an kritischen Stellen oder Bereichen mit Materialanhäufung. Insbesondere die Gefahr von Dryspots wird dadurch sehr stark reduziert.

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