GMN Spindellager mit Innendurchmessern von 75 bis 120 mm

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Der Kugellager-Hersteller GMN Paul Müller Industrie GmbH & Co. KG erweitert das Produktspektrum um die Bigspi-Hochpräzisionslager. Aktuell werden die Spindellager-Baureihen 618, 619, 60 und 62 mit einem Bohrungsdurchmesser von 5 bis 70 mm gefertigt.

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Die Spindellager der Bauform S (zwei Schultern am Innenring und eine Schulter am Außenring) sind jetzt mit einem Innendurchmesser von 75 bis 120 mm in den Baureihen 619 und 60 verfügbar. Dabei werden die Bauformen S-61915 bis S-61924 sowie S-6015 bis S-6024 als Standardlager mit den Kontaktwinkeln C (15°) und E (25°) angeboten. Andere Kontaktwinkel sind auf Anfrage möglich.

Spindellager mit Kugeln aus Stahl oder Keramik

Der Standardkäfig für Spindellager ist der aus hochfestem Hartgewebe (Gewebe und Harz) bestehende TA-Käfig, informiert GMN. Hohe Stabilität und Biegesteifigkeit sollen für einen ruhigen und schwingungsfreien Lauf der Kugeln und des gesamten Lagers sorgen. Optimale Oberflächen schonen den Schmierstoff, reduzieren Reibungsverluste und halten die Lagertemperatur niedrig, heißt es weiter.

Die Kugeln sind wahlweise aus Stahl 100Cr6 oder Silizium-Nitrid (Si3Ni4) gefertigt. Als Vorteile der Keramikkugeln führt der Hersteller den niedrigen Reibungskoeffizient, geringe Wärmeleitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit an.

Spindellager haben niedrige Radial-, Axial- und Seitenschlagwerte

Die Innen- und Außenringe der Spindellager sind, ebenso wie die der Lager bis zu einem Innendurchmesser von 70 mm aus Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt. Die Lagerreihen erfüllen Herstellerangaben zufolge die Forderung nach niedrigsten Schlagwerten (Radial-, Axial- und Seitenschlag) ausgedrückt in P4- beziehungsweise ABEC-7-Qualität.

Zudem weise der Außendurchmesser der Spindellager eine geringe Rauheit auf. Dies erleichtere die Montage und gewährleiste eine gute Schiebesitzfunktion am Außenring des Loslagers. Weiterhin sorgen enge Bohrungstoleranzen für eine optimale Lager-Welle-Verbindung.

Optimierte Innengeometrie

Das oberste Ziel der Entwicklung der Spindellager war die größtmögliche Leistungsfähigkeit der Lager. Erreicht worden sei dies mit einer optimierten Innengeometrie hinsichtlich Kugeldurchmesser, Kugelzahl, Laufbahndurchmesser und Laufbahngeometrie. Dadurch laufen die Hochpräzisionskugellager mit höchsten Drehzahlen bei gleichzeitig hoher Lagersteifigkeit, so der Anbieter. Eine lange Lagerlebensdauer der Spindellager resultiere aus stabilen Ringen und niedrigen inneren Belastungen auf Käfig und Laufbahnen.

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