Wenn die Messe SPS Ende November startet, finden sich wieder Automatisierungsexperten, Entscheider, Entwickler und Anwender in Nürnberg ein. Die Relevanz des Events ist ungebrochen und spiegelt sich in mehr Ausstellern wider – trotz wirtschaftlicher Krise.
Die Messeverantwortlichen der SPS freuen sich auf den November: Steffen Winkler, Vorsitzender des SPS-Ausstellerbeirats, Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS und Martin Roschkowski, President Mesago Messe Frankfurt GmbH (v.l.)
(Bild: Stefanie Michel)
Es ist schon ein Ritual, dass der Veranstalter der SPS, die Mesago Messe Frankfurt GmbH, zur Pressekonferenz Anfang September einlädt, um auf die Messe im November einzustimmen – mit einem Rück- und Ausblick, Zahlen und immer viel Zuversicht. Das mag von der Automatisierungsbranche abfärben, die eigentlich nie jammert sondern immer an sich glaubt und in die Zukunft blickt. Aber die SPS hat auch allen Grund, entspannt auf den November zu schauen: Zum einen findet die Messe endlich wieder zum „alten“ Termin in der letzten Novemberwoche statt, zum anderen erwartet der Veranstalter mehr Aussteller als im letzten Jahr – sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Das unterstreicht die Bedeutung der Messe, die selbst bei Sparzwängen in den Unternehmen belegt wird, und sei es mit einem kleineren Stand. „Nicht hingehen ist keine Option“, ressümiert Steffen Winkler, Vorsitzender des SPS-Ausstellerbeirats. Gleichzeitig sind 82 Prozent der Aussteller mit ihrer Messeteilnahme zufrieden oder sehr zufrieden (und das in 2024, als die SPS parallel zur Electronica stattfand), sodass alle relevanten Player der Messe die Treue halten.
Rund 1.150 Unternehmen werden auf der SPS 2025 wird in 15 Messehallen ausstellen (2024: 1.114 Aussteller). Davon sind, wie im letzten Jahr, 60 Prozent aus Deutschland und 40 Prozent aus dem Ausland (v. a. aus China und Italien). Das Ausstellerspektrum reicht von internationalen Branchengrößen wie Siemens, Beckhoff Automation, Phoenix Contact und Bosch Rexroth bis zu zahlreichen Start-ups, die ebenfalls mit eigenen Messeständen präsent sind. Die interaktiven Hallenpläne sind bereits online.
Kleiner Lichtblick für die Automatisierungbranche
Wie Steffen Winkler, CSO der Business Unit Automation bei Bosch Rexroth und Vorsitzender des Ausstellerbeirates der SPS, berichtet, ist die Umsatzentwicklung in der Automatisierung wenig erfreulich: 2024 sank der Umsatz um 7 Prozent auf 59 Mrd. Euro und es trifft alle Branchen. Doch es gibt Zeichen einer Stabilisierung oder gar leichten Erholung, denn im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Umsätze in der Automation um 1 Prozent.
Allerdings wird es weiterhin schwierig bleiben, denn die Zölle in die USA schmerzen (auch die amerikanischen Automatisierer). Hinzu kommt, dass sich chinesische Anbieter v. a. in Europa neue Absatzmärkte suchen – dem Hauptmarkt der deutschen Automatisierer. Das zeigt auch in ihre zunehmenden Präsenz auf Messen wie der SPS.
Trotz aller Herausforderungen und globalen Krisen: Das Geschäftsklima in der deutschen Automationsbranche hat sich zuletzt verbessert und Bestellungen aus den EU-Ländern sind gestiegen. Deshalb ist sich Winkler sicher: „Automatisierung ist der Schlüssel für eine höhere Produktivität und bleibt weiterhin ein Wachstumsmarkt.“
Einsatz künstlicher Intelligenz im Fokus
Im Fokus der SPS wird in diesem Jahr der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Fertigungstechnik stehen. Industrial AI hält derzeit auf breiter Front Einzug in industrielle Produkte und Prozesse: sei es unterstützend im Engineering von Prozessen, integriert in Steuerungsgeräte durch vielfältige AI-Modelle oder als Bestandteil intelligenter Tools für die vorausschauende Wartung, Qualitätskontrolle und adaptive Produktionssteuerung. Diese Technologien verändern die Automatisierungstechnik grundlegend und eröffnen neue Potenziale für Effizienz, Flexibilität und Ressourcenschonung. „Industrial AI ist längst kein Zukunftsthema mehr – es ist bereits Realität in vielen Produktionsumgebungen. Auf der SPS 2025 zeigen unsere Aussteller, wie KI heute schon konkret eingesetzt wird und welche Potenziale die Technologie in der Automation erschließt“, erklärt Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS. Und Winkler ergänzt: „Wir wollen das Thema nicht ‚überhypen’ sondern zeigen, was geht und was nicht.“
Einen besonders praxisnahen Zugang dazu bieten die zweimal täglich angebotenen Guided Tours der Smart Factory Kaiserslautern. Außerdem finden Vorträge zu KI auf allen vier Stages statt, auf der Technology Stage des ZVEI und VDMA auch gesammelt als Themenblock am Mittwoch Vormittag. Wer sich bereits im Vorfeld zum Thema Industrial AI informieren will, der kann sich zum SPS Technolgy Talk am 28. August zur „Sonderedition: Künstliche Intelligenz und Machine Learning“ u. a. mit Fortinet und Wago oder am 23. Oktober zu „KI als Treiber für Industrie 4.0“ anmelden.
Stand: 08.12.2025
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Nachwuchsförderung im Fokus
Im letzten Jahr eingeführt, wird die SPS den Makeathon für junge Talente beibehalten. Die Idee dahinter ist die Suche nach qualifizierten Fachkräften und die Nachwuchsförderung. Und natürlich sieht auch der Messeveranstalter, dass man sich zur Besuchergenerierung an die nachfolgende Generation wenden muss – die Boomer sind bald weg. Während des Makeathons entwickeln die Teilnehmer an allen drei Messetagen in interdisziplinären Teams innerhalb von 2,5 Stunden eigene Prototypen – live vor Ort und im direkten Austausch mit Unternehmen. Unterstützt wird das Format von ITQ, New Automation, der NürnbergMesse sowie engagierten Sponsoren von Seiten der Aussteller. Die Verbindung aus Freude an Technik sowie mögliche Kontakte in die Industrie soll den Nachwuchs begeistern.
Ebenfalls an den jungen Nachwuchs wendet sich der Young Talents Day am letzten Messetag: Geführte Touren am Vor- und Nachmittag sowie individuelle Karriereberatung bieten jungen Interessenten wertvolle Einblicke und Orientierung für ihren weiteren Weg in der Automatisierungsbranche.
Infos und Fakten zur SPS 2025
Termin: 25. bis 27. November 2025
Zahlen: 1.150 Aussteller, davon 690 aus Deutschland; 123.000 m² Ausstellungsfläche (alle Hallen bis auf Halle 8 belegt)
Wissensvermittlung auf vier Stages: In den Hallen 1, 3, 3C und 6 laden insgesamt vier Stages zu Diskussion, Wissensaustausch und Inspiration ein. Besonders hervorzuheben ist die Technology Stage powered by VDMA/ZVEI in Halle 3.
Gemeinschaftsstände in Halle 6 als Innovationsplattform:
„Automation meets IT“: Der etablierte Treffpunktam Stand 6-350 für Themen rund um Digitalisierung, Cybersecurity und Industrie 4.0.
Internationale Start-up Area: Junge Unternehmen aus aller Welt präsentieren ihre Ideen und disruptiven Technologien. Das Rahmenprogramm umfasst Präsentation und Pitches.
„young Innovators“: Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Gemeinschaftsstand bietet jungen Unternehmen aus Deutschland eine Bühne, um ihre Entwicklungen einem breiten Fachpublikum vorzustellen.