Am Boden? Staatshilfen für Flugtaxiunternehmen Lilium verweigert

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das Münchner Start-up Lilium will bald ein elektrisches Flugtaxi auf den Markt bringen. Dafür braucht es aber eine staatliche Kreditbürgschaft. Leider wurde die abgewiesen ...

Das Start-up Lilium will bald Flugtaxis einführen. Jetzt sprachen sich die Grünen in einer Abstimmung gegen staatliche Hilfen aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann das nicht begreifen ...(Bild:  Lilium)
Das Start-up Lilium will bald Flugtaxis einführen. Jetzt sprachen sich die Grünen in einer Abstimmung gegen staatliche Hilfen aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann das nicht begreifen ...
(Bild: Lilium)

Der Elektroflugzeugpionier Lilium soll keine staatliche Unterstützung bekommen – weder vom Bund noch von Bayern, kam jetzt heraus. Nach Informationen der dpa hat die Ampelkoalition eine Bürgschaft über 50 Millionen Euro abgelehnt. Wie es heißt, waren vor allem die Grünen dagegen. Die Haushaltswächter der SPD und zuletzt auch die der FDP hätten wohl zugestimmt. Mit dem Nein aus Berlin ist auch eine bayerische Hilfszusage hinfällig. Das bayerische Kabinett hatte im September beschlossen, Lilium eine Kreditbürgschaft über 50 Millionen Euro zu gewähren, was aber nur unter der Voraussetzung geschehen sollte, dass sich der Bund in gleicher Weise beteiligt. Laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hätte Bayern seinen Teil dazu beigetragen. Gleichzeitig erhob Söder schwere Vorwürfe gegen die Grünen. Die Staatsregierung hatte zuletzt wiederholt erklärt, die Hilfszusagen für Lilium nicht alleine stemmen zu können. Lilium selbst wollte sich zu den Vorgängen zunächst nicht äußern.

Bayerischer Ministerpräsident spricht von Mobbing

Das Start-up-Unternehmen arbeitet an einem vollelektrischen, senkrecht startenden und landenden Flugtaxi. Der Erstflug soll Anfang 2025 stattfinden. Die ersten Maschinen sollen 2026 an Kunden ausgeliefert werden. Aber das kostet erst einmal viel Geld. Und allein im ersten Halbjahr 2024 wurden bereits rund 200 Millionen Euro ausgegeben. Bisher wird das an der US-Börse Nasdaq gelistete Unternehmen von rund 70 Investoren unterstützt. Der SPD-Haushälter Dennis Rohde kommentierte: „Deutschland kann es sich derzeit nicht leisten, dass Industriearbeitsplätze der Zukunft verschwinden. Deshalb hätten wir dieser klimaneutralen Zukunftstechnologie gern staatlich unter die Arme gegriffen.“ Für die FDP ist das Scheitern kein gutes Signal für das Unternehmen, die Arbeitsplätze und nicht zuletzt den Hightech-Standort Bayern. Er bemängelte dabei fehlende Möglichkeiten, Start-ups in Bayern einfacher zu unterstützen. Für Söder ist das alles reines Bayern-Bashing, wie er auf X textete. Nicht zuletzt würde alte Industrien im Norden geholfen, man denke an Werften, aber wenn Bayern etwas für die Zukunft machen wolle, dann wird abgelehnt. Söder wirft der Ampel die Blockade von Innovationen vor. Immerhin stünden viele Arbeitsplätze zur Debatte.

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