Cobotschweißen Stahlbauer setzt auf spezielle Fronius-Doppelschweißzelle

Quelle: Pressemitteilung von Fronius 5 min Lesedauer

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Um flexibler und wirtschaftlicher fertigen zu können, entschied sich das Stahl- und Metallbauunternehmen Umetec seine Schweißprozesse zu automatisieren – mit der Fronius Smartcell nebst Cobot.

Umetec ist ein Stahlbauexperte aus Eberswalde in Brandenburg. Das Unternehmen hat sich jetzt für ein ganz besonderes Schweißsystem von Fronius entschieden – den Prototyp einer Cobot-Doppelschweißzelle, der für absolut reproduzierbare Schweißergebnisse in Stahl sorgt.(Bild:  Chr. Große pivopix / Fronius)
Umetec ist ein Stahlbauexperte aus Eberswalde in Brandenburg. Das Unternehmen hat sich jetzt für ein ganz besonderes Schweißsystem von Fronius entschieden – den Prototyp einer Cobot-Doppelschweißzelle, der für absolut reproduzierbare Schweißergebnisse in Stahl sorgt.
(Bild: Chr. Große pivopix / Fronius)

Mit der Fronius Smartcell vertraut Umetec aus Eberswalde in Brandenburg jetzt auf eine ganz besonders produktive Möglichkeit beim Fügen von Stahlbaugruppen. Die Fronius-Cobot-Schweißzelle steht jetzt im Zentrum der Fertigungshalle. Der Prototyp aus einer Doppelschweißzelle und einem bestens geschützten Cobot gilt dabei als etwas ganz Besonderes. Er sorgt dort für sichere und reproduzierbar gute Schweißergebnisse, wie Fronius erklärt.

Die Geschichte des Stahl- und Metallbauunternehmens Umetec begann 2004, wie man erfährt. Zunächst produzierte der 3-Mann-Betrieb ausschließlich Teile für Senvion, einen Hersteller von Windenergieanlagen. Mittlerweile gehören Laser- und Kantbauteile sowie komplexe Schweißgruppen für die Windkraft- und Solarindustrie, die Automobil- und Fahrzeugbranche sowie für Mobilitäts- und Logistikunternehmen zum Portfolio. Die Spezialisten übernehmen übrigens auch die Bearbeitung und den Service für internationale Kunden. Dabei wünsche sich die Geschäftsführerin Alexandra Walter, deren Herz für nachhaltige Energien schlage, eine möglichst produktive und digitalisierte Fertigung. Nur so bleibe man heute wirtschaftlich am Ball.

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Nur vier Monate von der Bestellung bis zum smarten Schweißen

Um einen weiteren Schritt in Richtung Industrie 4.0 zu gehen, nahm die Umetec-Chefin ihre Schweißprozesse unter die Lupe. Mit ihrem Team wurde überlegt, wie sich das Schweißen sowie die vor- und nachgelagerten Abläufe optimieren lassen könnten. Denn die Bauteile für die Windkraft beispielsweise sind doch immer wieder gleich, weshalb eine effizientere Möglichkeit, diese zu fertigen, nicht völlig abwegig erschien.

Auf die Idee, den Prozess mit einem Cobotschweißsystem zu automatisieren, kam Walter gemeinsam mit der Fronius Deutschland GmbH, mit der man schon länger bekannt ist. Alles geschah auch noch mitten im Corona-Lockdown. Fronius hat schließlich das Cobotschweißsystem Smartcell vorgeführt, das, wie betont wird, die Umetec-Entscheiderin sofort überzeugt hat. Das neue Schweißsystem mit Cobotunterstützung passe nicht zuletzt perfekt zu den Anforderungen der Geschäftsführerin, sich das digitalisierte Schweißen – um noch kundenorientierter und in stabilerer Qualität schweißen zu können – in dieser Form ins Haus zu holen. Dementsprechend zügig konnten die Spezialisten von Fronius das Projekt umsetzen. Nach nur vier Monaten ab der Bestellung kam es schon zur Inbetriebnahme der Schweißzelle Smartcell.

CE-Zertifizierung spart rote Vorhänge beim Roboterschweißen

Mit schweren roten Vorhängen sind die Schweißarbeitsplätze in der Fertigungshalle normalerweise abgetrennt. Hier schweißen die insgesamt 15 Mitarbeiter noch von Hand im WIG- und MIG/MAG-Verfahren. Auch in diesem Bereich setzt der Stahlbauer aber schon seit Jahren auf Schweißgeräte und Zubehör von Fronius, wie man anmerkt. Im Zentrum des Geschehens steht jetzt – und ganz ohne Vorhänge, aber dafür komplett eingehaust – die neue, automatisierte Fronius-Smartcell. Was sofort auffalle, sei, dass es sich eben um eine Doppelzelle mit zwei einzelnen Kabinen handelt. Die Trennwand zwischen den Kabinen kann außerdem für größere Teile geöffnet werden. Damit können nun sowohl größere Komponenten als auch die vielen verschiedenen, kleineren Bauteile per Cobot geschweißt werden. Mit der doppelten Ausführung kann in der einen Zelle geschweißt werden, während der Bediener die andere Zelle schon mit dem nächsten Bauteil belädt.

Die Smartcell ist übrigens eine gemeinsame Entwicklung von Fronius und den Maschinenbauern von FSK Industries aus Gummersbach. Fronius stattete die Sicherheits-Cobotschweißzelle dazu mit seinem bewährten Schweißequipment, einer Stromquelle des Typs TPS400i CMT, aus. FSK lieferte die komplette CE-zertifizierte Sicherheitseinhausung, den Schweißtisch und die Schweißrauchabsaugung, wie es weiter heißt. Diese schützt das ganze System und die Umgebung während des Schweißvorgangs vor Strahlung. Warum der Cobot – ein Universal Robot der Baureihe UR10e – zusätzlich mit einer Art Umhang versehen ist, kann Walter einfach erklären: „Wir wollten den Roboter sauber halten, damit er länger lebt.“ Die Idee mit dem silbern schimmernden „Kleid“ (siehe Fotos) entstand ebenfalls im konstruktiven Austausch der Projektpartner.

Die Doppelzelle mit zusätzlicher Linearachse ist aber ein Prototyp, wie die Protagonisten erneut anmerken. Fronius darf das Schweißsystem anderen Interessenten deshalb auch vor Ort demonstrieren, um dessen Möglichkeiten zu verdeutlichen.

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