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Entwickelt und getestet wurden die Tools in acht verschiedenen Unternehmen. Im Verlauf des Projektes wurde nach intensiven Analysen schnell deutlich, dass es oftmals die einfachen Dinge sind, die dem Instandhalter in der täglichen Praxis weiterhelfen. Tools und Checklisten zur Wartungs- und Inspektionsplanung, Auftragserfassung, Prozessdefinition, Strukturierung technischer Systeme oder Erfassung der direkten/indirekten Instandhaltungskosten standen in der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Diese wurden von den Instandhaltern im Projekt größtenteils selbst entwickelt und auf Praxistauglichkeit getestet.
Einfache Hilfsmittel erleichtern die Arbeit
Diese Hilfsmittel wurden in einer Toolbox zur wertschöpfungsorientierten Instandhaltung zusammengefasst, die KMU nicht nur helfen soll, die Instandhaltung zu optimieren, sondern auch den wirtschaftlichen Nutzen darzustellen (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Enthalten sind Checklisten, Fachinformationen, Vorlagen zur Wartungs- und Inspektionsplanung, Musterprozesse, Hilfestellungen zur Planung sowie Empfehlungen für Ziele und Kennzahlen.
Von besonderem Interesse war das Tool zur Erfassung und Bilanzierung der direkten und indirekten Instandhaltungskosten. Hier wurde erstmals ein pragmatischer Ansatz geschaffen, die Leistung der Instandhaltung transparent zu machen. Auch dieses Tool wurde auf Praxistauglichkeit getestet und für gut befunden.
Instandhaltung kann wirtschaftlichen Vorteil deutlich machen
In Einzelfällen war es hiermit relativ einfach möglich, den wirtschaftlichen Vorteil von Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen gegenüber der klassischen Feuerwehrstrategie bilanziert darzustellen. Dem Instandhalter war es somit möglich, Leistung und Nutzen seiner Arbeit nicht nur zu visualisieren, sondern auch bilanzierbar zu machen.
Das Thema Kennzahlen zur Darstellung der Instandhaltungsleistung ist seit Jahren ständiger Begleiter nicht nur der Teilnehmer im Märkischen Netzwerk (Bild 2). Deswegen fand es in dem Projekt Instandhaltung Plus auch eine entsprechende Berücksichtigung.
Basierend auf dem Instandhaltungs-Check der Effizienz-Agentur NRW wurde ein einfaches Excel-Tool zur quantitativen und qualitativen Erfassung und Bewertung entwickelt. Hierdurch konnte in zwei Unternehmen zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass der Anteil der durch Instandhaltung verursachten Ausfallzeiten wesentlich geringer war, als man vorher vermutet hatte.
Die eigentlichen Verursacher für die Verfügbarkeitsverluste lagen in der Organisation und der Logistik. Einsparpotenziale im fünfstelligen Bereich konnten durch dieses Tool identifiziert werden.
Kennzahlen vereinfachen die plastische Darstellung
Verfügbarkeitssteigerung ist stets einer der Hauptfaktoren, wenn es um die Bilanzierung der Leistungsfähigkeit von Instandhaltung geht. Dazu muss genau definiert werden, was im jeweiligen Unternehmen konkret darunter verstanden wird. Oft weichen die Begrifflichkeiten voneinander ab, was gerade den Vergleich von Spitzenkennzahlen verschiedener Unternehmen und Branchen erschwert oder sogar unmöglich macht. Für die Firmen des Netzwerks hat sich deshalb ein interner Benchmark am praktikabelsten erwiesen.
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