Energiemanagement

Standortübergreifend den Energiebedarf senken

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In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt beinahe 1000 europäische Filialen an das System angeschlossen (siehe Bild 1). Und es werden immer mehr, wie Turrek berichtet: „Es wird fast an jedem Arbeitstag eine weitere Verkaufsstelle neu an das System angeschlossen. Der momentan aktuelle Stand liegt bei 1129. In absehbarer Zeit sollen alle Verkaufsstellen von Deichmann an das System angeschlossen werden.“

Energiemanagementsystem bringt weniger Verwaltungsarbeit und mehr Kontrolle

Aufgrund der im Zuge der Einführung des Energiemanagementsystems durchgeführten Maßnahmen konnten im vergangenen Jahr Einsparungen beim Strombedarf von mehr als 2500 MWh erreicht werden. Dies bedeutet mehr als 2000 t weniger CO2-Emissionen. Als zusätzlichen Mehrwert brachte das System enorme Vorteile in der Erkennung, Weiterleitung und Analyse von technischen Störungen innerhalb der Verkaufsniederlassungen. Der Fachmann bei Deichmann erläutert: „Neben dem Thema Energiemanagement und Reduzierung der Energiekosten haben wir weitere Vorteile, zum Beispiel durch die automatische Weiterleitung von Störungen an unsere Servicepartner, was uns einiges an Verwaltungsarbeit abnimmt. Insgesamt können alle technischen Einrichtungen der Verkaufsstellen über das System kontrolliert werden. Dazu gehören zum Beispiel das Zugangskontrollsystem, die Alarmanlage oder die globale Sollwertverwaltung, um beispielsweise Zeitschaltuhren zu verändern.“ Das System ist laut Turrek für Deichmann wie ein einfaches Facility Management System, weil auch alle Stammdaten oder zum Beispiel Verträge durch die Datenübernahme aus SAP verfügbar sind. „Durch die Möglichkeit, bei Auffälligkeiten Dokumentationen anzulegen und diese anderen Mitarbeitern innerhalb des Systems verfügbar zu machen, wird die Zusammenarbeit in dem verteilten Team der Expansionsabteilung unterstützt“, sagt Turrek.

Im Rahmen seines diesjährigen Auftritts auf der Hannover-Messe hat die GTI-control Gesellschaft für technische Informationsverarbeitung mbH das Energiemanagementsystem Resma (Ressourcenmanager – siehe Bild 2 in der Bildergalerie) erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Alle Messwerte werden automatisch erfasst und ausgewertet

Der Ressourcenmanager kann den Angaben des Herstellers zufolge aufgrund seines modularen Aufbaus und der aus dem Scada-System Procon-Win übernommenen breiten Kommunikationsfähigkeit auch über die bestehende Steuerungstechnik produzierender Unternehmen gesetzt werden. Aufgrund zentraler Vorgaben können die untergelagerten Steuerungssysteme auf Demand Response oder dem übergeordneten Energiemanagement reagieren, um Energiespitzen zu kappen, Verbrauch in Spitzenlasten zu vermeiden oder vorgegebene Lastkurven abzufahren.

Durch automatische Erfassung und Auswertung aller Messwerte und der Abbildung der PDCA-Optimierungszyklen (PDCA = Plan, Do, Check, Act) innerhalb der Software kann auf dieser Basis ein effizientes Energiemanagementsystem nach der neuen europäischen Norm DIN/EN/ISO 50001 umgesetzt werden (siehe Bild 3). Die Einführung eines solchen Energiemanagementsystems ist ab 2013 Voraussetzung für den Erhalt steuerlicher Vorteile für solche Unternehmen, die in großen Mengen elektrische Energie benötigen.

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