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Energiemanagement

Standortübergreifend den Energiebedarf senken

| Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Bild 1: In absehbarer Zeit sollen alle Verkaufsstellen von Deichmann an das Energiemanagementsystem angeschlossen werden.
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Bild 1: In absehbarer Zeit sollen alle Verkaufsstellen von Deichmann an das Energiemanagementsystem angeschlossen werden. (Bild: Deichmann)

Den Energiebedarf von mehreren Tausend Filialen in vielen verschiedenen Ländern zu senken, ist eine große Herausforderung. Die Entwicklung einer webbasierten Software, die alle Filialen an einen zentralen Server anbindet und ein Energiemonitoring durchführt, war für einen europäischen Schuhhändler die Lösung.

Energiemanagement ist ein effizientes Werkzeug, um Energie gezielt einzusetzen, Energiekosten zu reduzieren und einem Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit einem Energiemanagementsystem können Energiepolitik, Planung, Kontrolle und Korrektur, interne Audits sowie eine regelmäßige Überprüfung durch das Management gestaltet und ausgeführt werden.

Ein systematisches und kontinuierliches Energiemanagement unterstützt ein Unternehmen dabei, seinen Energieverbrauch transparent zu machen, die Energiekosten verursachergerecht zuzuordnen und die Energieversorgung bedarfsgerecht sicherzustellen. Veränderungen im Energieverbrauch können schnell erfasst werden und das Unternehmen ist in der Lage, entsprechend zu reagieren. Zudem trägt ein Energiemanagement dazu bei, die Mitarbeiter im Hinblick auf den Energieverbrauch zu sensibilisieren sowie die CO2-Emissionen zu ermitteln und zu senken.

Energiemanagementsystem für 3200 Filialen in 22 Ländern

Die GTI-control aus Marktheidenfeld, Anbieter von HMI- und Scada-Lösungen für den Maschinen- und Anlagenbau, hat seit mehr als drei Jahren an einer innovativen Softwarelösung für das Energiemanagement gearbeitet. Ausschlaggebend war das Anliegen des europäischen Schuhhändlers Deichmann, der eine Möglichkeit suchte, um den Energiebedarf seiner etwa 3200 Filialen in 22 Ländern zu reduzieren. Wolfgang Turrek, technischer Leiter der Bauabteilung bei Deichmann, erläutert, wieso sich das Unternehmen, das weltweit rund 32.500 Mitarbeiter beschäftigt, in diesem Fall für GTI-control als Partner entschieden hat: „Das System wurde zusammen mit GTI entwickelt, weil GTI das benötigte Know-how vorzuweisen hatte und über einschlägige Erfahrung, verbunden mit einem zukunftsorientierten Konzept, verfügte.“

In enger Zusammenarbeit mit Deichmann entwickelte GTI-control eine webbasierende Software, die in der Lage ist, alle Filialen an einen zentralen Server in Essen, wo die Zentrale der Firmengruppe sitzt, anzubinden und ein Energiemonitoring durchzuführen. Dabei übertragen kleine Steuerungssysteme innerhalb der Verkaufsstellen alle Energiemesswerte und zusätzliche Informationen über Temperaturen oder den Zustand technischer Einrichtungen, wie zum Beispiel der Alarmanlage. Die Daten werden zentral gesammelt und über die Software zu aussagekräftigen Kenngrößen verdichtet, die bei Abweichung vom zu erwartenden Verhalten zu Benachrichtigungen führen.

Ausreißer informieren über Defekte oder falsche Einstellungen

Im Zuge der Einführung der Steuerungssysteme wurden Energiesparschaltungen umgesetzt, die per Software von der Zentrale gesteuert werden können. Zusätzlich konnten viele Ausreißer gefunden werden, bei denen aufgrund technischer Defekte oder falscher Einstellungen unnötigerweise Stromverbräuche generiert wurden. „Das Basissystem stand innerhalb eines Jahres, wobei wir umfangreiche Erweiterungen innerhalb der vergangenen zwei Jahre vorgenommen haben“, erklärt Turrek.

Ergänzendes zum Thema
 
Welche Aspekte für die Einführung eines Energiemanagementsystems sprechen

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