Schwer + Kopka Stanzbutzen mit 0,05 mm Materialstärke erkennen
Die Schwer + Kopka GmbH mit Sitz in Weingarten und Hilden hat eine neue Messtechnik entwickelt, die auf das Erkennen von Stanzbutzen spezialisiert ist. Der Stanzbutzen ist Materialabfall, welcher häufig im Stanzwerkzeug liegen bleibt und beim Wiederverpressen die Oberflächen des Stanzteils beschädigt. Dies führt zu Reklamationen in der Stanz- und Umformindustrie und zu hohen Prüf- und Sortierkosten.
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Die Stanzbutzen stellen eine sehr schwer zu kontrollierende Größe dar, da sie im Produktionsprozess nur sporadisch auftreten und oftmals nur ein bis zwei Teile in der gesamten Charge betreffen. Somit scheiden statistische Prüfverfahren (SPC) bei der Erkennung von Stanzbutzen und Oberflächenbeschädigungen am Stanzteil aus. Als Faustformel gilt: Je dünner und kleiner der Stanzbutzen, desto schwieriger ist er für Überwachungssysteme zu erkennen.
Sensoren erkennen Stanzbutzen
Herzstück der Neuentwicklung von Schwer + Kopka ist eine hybride Messtechnik, die parallel Kraft- und Körperschallsignale mit dem gleichen Sensor messen und auswerten kann. Folgerichtig werden die Vorteile der stabilen Kraftmessung mit den Vorteilen der sensiblen Körperschallmessung vereint.
Hybride Kraft-/Körperschallsensoren werden – ähnlich wie die reinen Körperschallsensoren – vorzugsweise am oder im Niederhalter (Abstreifer) des Stanzwerkzeuges installiert. Hier reicht in der Regel bereits ein Sensor pro Aufnahmeplatte, erläutert das Unternehmen. Im neuen Hybridsignal hinterlassen selbst kleinste Stanzbutzen markante Veränderungen, während das stabile Sensorsignal gleichzeitig unerwünschte Maschinenabschaltungen vermeidet.
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