Pumpen für Lithium-Ionen-Batterie-Materialien
Herzschlag der Lithium-Ionen-Gigafactories: Diese Pumpen halten die E-Mobilität in Fluss

Von Erwin Weber, Vertriebsleiter EMEA, Netzsch 6 min Lesedauer

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Alle wollen Batterien: Insbesondere die Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos treibt den Bedarf nach Batterien. Wenn europäische Hersteller die Zellproduktion anlaufen lassen, erfordert das den Umgang mit abrasiven, aggressiven und auch zähflüssigen Flüssigkeiten. Was das für die Pumpentechnik bedeutet erklärt unser Experten-Insight.

(Bild:  © AkuAku - stock.adobe.com/KI generiert)
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Es ist bekannt, dass Europa sichere Lieferketten zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien etablieren muss – insbesondere aufgrund der steigenden Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen. Asiatische Hersteller haben in den letzten Jahren das Angebot dominiert, aber die schnell wachsenden Produktionskapazitäten in Europa stellen Batteriehersteller und auch Ausrüster vor Herausforderungen. Eines der größten Probleme dabei ist die sichere Handhabung von Kathodenschlämmen, die das Lösungsmittel N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP) enthalten. Idealerweise verwendet man zur Förderung eines solch toxischen Lösungsmittels hermetisch abgedichtete Pumpen. Magnetkupplungen kommen zum Einsatz, um beim Pumpen von gefährlichen, toxischen oder korrosiven Flüssigkeiten Leckagen zu vermeiden, und um allgemein die mit herkömmlichen mechanisch abgedichteten Pumpen verbundenen Probleme zu vermeiden.

Diese Pumpen sind mit Stopfbuchsen oder Gleitringdichtungen in verschiedenen Konfigurationen ausgestattet. Eine Pumpe mit Stopfbuchse erfüllt nicht die Anforderungen an eine leckagefreie Pumpe und damit auch nicht die der TA Luft. Pumpen mit doppeltwirkender Gleitringdichtung und Versorgungseinheit sind zwar leckagefrei, haben aber gleichzeitig einen erhöhten Wartungs- und Kontrollaufwand. Folglich ist für ein toxisches Lösungsmittel wie NMP eine Magnetkupplung die ideale Lösung, um die Anforderung an eine hermetisch abgeschlossene Pumpe zu decken.