Schleifen

Strategien zum wirtschaftlichen Schleifen von Turbinenschaufeln

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In Summe führen die dargestellten Methoden und ihre Umsetzung in einer flexibel einsetzbaren Maschine zu hohen Produktionszuwächsen. Sie entstehen primär aus der beträchtlichen Reduzierung der Rüstzeiten von rund 2,5 h um über 50 % auf weniger als 1 h. Hinzu kommen Einsparungen aus minimierten Nebenaggregaten, geringerem Schleifscheibenverschleiß und höherer Energieeffizienz. Das Praxisbeispiel geht von eingegossenen Laufschaufeln aus. Statt einer universellen und flexiblen Maschine wie für geringe Losgrößen sind für mittlere und große Losgrößen komplette Zellen aus mehreren Maschinen sinnvoll.

Handling spielt für die Produktivität der Schleifzelle ebenfalls große Rolle

Für die Produktivität einer Schleifzelle spielt das Be- und Entladen der Maschine inklusive Transport der Werkstücke und Werkzeuge eine bedeutende Rolle. Eine intelligente Lösung bietet das Handling mit einer Kombination aus Förderband und hängend angeordneten Robotern. Die Befestigung der Roboter oberhalb der Maschine, zum Beispiel an der Decke, bietet mehrere Vorteile. Die potenziellen Risiken für den Bediener, der sonst auf gleicher Ebene wie die Roboter arbeitet, sinken dabei drastisch. Deshalb reduzieren sich im Vergleich zu konventionellen Lösungen die Sicherheitsvorrichtungen und -vorkehrungen erheblich. Auch die Zugänglichkeit zum Arbeitsraum der Maschine ist wesentlich besser. Zeitersparnisse entstehen dank der kürzeren Wege und damit der kürzeren Be- und Entladezeiten vom Förderband per Roboter in den Arbeitsraum.

Hinzu kommen wichtige Platz- und damit Kostenvorteile aus dem geringeren Hallenflächenbedarf, denn der oben hängende Roboter benötigt keine zusätzliche Stellfläche. Dafür entsteht neben den Maschinen Platz für Schleif- und Diamantrollenmagazine, die der Roboter ebenfalls bedienen kann. Daraus resultieren weitere Zeit- und Kostenreduzierungen.

Flexibilität der Fertigungszelle entscheidet über Anordnung des Förderbandes

Die gewünschte Flexibilität der Fertigungszelle entscheidet über die Anordnung des Förderbandes. Für eine vollautomatisierte Anlage spricht die Anordnung deutlich über Kopfhöhe des Bedieners. Das gewährleistet maximale Zugänglichkeit zu der Maschine. Soll die Zelle flexibler sein und bei kleineren Stückzahlen und wechselnden Laufschaufeln das Werkstückhandling manuell erfolgen, bietet sich eine ergonomische Griffhöhe an.

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