Umform-Automatisierung

Stufen zum Erfolg – Steuerungs- und Antriebssysteme für Umformautomaten

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Seit jeher schätzt man in Zeulenroda die Robustheit und Zuverlässigkeit von Simatic-Steuerungen. Deren integrierter Diagnosepuffer bietet auch in schwierigen industriellen Situationen im Pressenumfeld eine hohe Speicher- und Datensicherheit.

Vorgefertigte Bausteine der Steuerung erleichtern das Engineering

Die Nutzung vorgefertigter Simatic-Pressensicherheitsbausteine, beispielsweise für Not-Halt, Zweihand-Bedienung und Schutztürüberwachung und -verriegelung, macht das Engineering sehr komfortabel. Die in sich abgeschlossenen Bausteine sind zertifiziert nach EN 954 1 Kategorie 4 und EN 61508 SIL 3.

Sie lassen sich einfach miteinander kombinieren und führen schneller denn je zu einem ablauffähigen Sicherheitsprogramm. Sie sind darüber hinaus sehr übersichtlich, was die Nachvollziehbarkeit erhöht und somit auch die Abnahme durch die Zulassungsbehörden beschleunigt.

„Wenn man auf zertifizierte Standards setzen kann, vereinfacht das natürlich auch einem selbst das Einhalten gängiger Standards, Regeln und Normen“, so Dipl.-Wirtsch.-Ing. Matthias Ehrlich, Assistent der Geschäftsführung von Raster-Zeulenroda, und ergänzt, „was zugleich Aufwand, Zeit und damit letztlich Kosten sparen hilft.“

Sicherheitsfunktionen im Antriebssystem vereinfachen Planung des Stufenumformautomaten

Weiter vereinfacht haben das Planungs-Prozedere die in das Antriebssystem Sinamics S120 integrierten Sicherheitsfunktionen, darunter Sicher reduzierte Geschwindigkeit (Safely Limited Speed – kurz SLS) für den Einrichtbetrieb am Zick-Zack-Vorschub und Sicherer Halt (Safe Torque off –kurz STO) bei Not-Aus. Direkt im Antrieb umgesetzte Sicherheitsfunktionen ersparen ebenfalls bisher benötigte Sicherheits-Hardware, sodass mitunter eine kleinere, kostengünstigere Sicherheitssteuerung ausreicht. Sie tragen außerdem zu sehr kurzen Reaktionszeiten und somit einem Höchstmaß an Sicherheit bei.

Den Generationswechsel bei der Antriebstechnik verdeutlicht auf den ersten Blick ein 142-kW-Kompakt-Asynchronservomotor der Baureihe 1PH7 von Siemens am Hauptantrieb. Auffallend gut an diesem Motor ist laut den Thüringer Spezialisten vor allem die hohe Drehzahlstabilität, die konstante Bedingungen während des gesamten Umformprozesses gewährleistet und die Abstimmung mit anderen angetriebenen Komponenten vereinfacht, ohne diese zwingend elektronisch koppeln zu müssen.

Neues Umrichtersystem sorgt für konstante Bedingungen während des Umformprozesses

Maßgeblichen Anteil daran hat die präzise und dynamische Antriebsregelung über das neue Umrichtersystem Sinamics S120 von Siemens. Der modulare Antriebsverband des Umformautomaten setzt sich zusammen aus vier Control Units CU320 (Regelungseinheiten), einer gemeinsamen Einspeisung und mehreren Leistungsmodulen (Motor Modules in ein- und zweiachsiger Ausführung), die allesamt über den digitalen Systembus Drive-Cliq untereinander verbunden sind. Ebenso die Motorgeber, was beispielsweise ein komfortables Auslesen von Motortemperaturen ermöglicht und auch Firmware-Updates sehr einfach macht.

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