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Die eingesetzten Motoren von Siemens werden über ihr elektronisches Typenschild automatisch von der zugehörigen Control Unit erkannt und müssen somit bei der Erstinstallation wie auch nach einem Austausch nicht mehr langwierig (und fehlerträchtig) von Hand parametriert werden. Wie auch die insgesamt elf Servomotoren des Typs 1FK7 am Vorschub-Transportsystem und an den Ausstoßern.
Das Handling der neuen Antriebsfamilie sei prinzipiell vergleichbar mit dem der Vorgängergeneration, so der zuständige Programmierer weiter, neu für ihn sei lediglich das Inbetriebnahme-Tool Starter gewesen. Mit anfänglicher Unterstützung durch Siemens Chemnitz ist auch dieser Einstieg problemlos verlaufen.
Die Visualisierung bietet viele Diagnosemöglichkeiten
Zum Einrichten, Bedienen und Beobachten des Umformautomaten haben die Thüringer auf Basis des Visualisierungssystems Simatic WinCC flexible eine sämtliche Aufgaben abdeckende Oberfläche für ein Simatic Multi Panel MP377 Key (mit Tastenbedienung) entwickelt. Sehr viel Wert wurde dabei auf umfangreiche Diagnosemöglichkeiten für effiziente Fehlerlokalisierung und -behebung gelegt.
So gibt es rund 1400 Meldungen, die den Bediener im Störfall schnellstmöglich – und ohne erst ein Programmiergerät anschließen zu müssen – an den Ort des Problemursprungs führen, um die Stillstandszeiten kurz und die Produktivität hoch zu halten.
Maschinenbauer kann Bediener an der Presse vom Büro aus unterstützen
In besonders kniffligen Fällen kann sich ein Spezialist des Maschinenbauers auch vom Büro aus einwählen und den Bediener vor Ort an der Presse unterstützen: Ein Kommunikationsprozessor CP343 1 Lean aus dem Simatic-Net-Programm von Siemens schlägt dabei die sichere Brücke über ein Virtual Private Network (VPN) und den überlagerten Leitrechner. Im regulären Betrieb tauschen Presse und Leitrechner über den CP Auftragsvorgaben und aktuelle Produktionsdaten aus.
Alles aus einer Hand zu bekommen, stellt vom Start weg sicher, dass sämtliche Steuerungs- und Antriebskomponenten optimal aufeinander abgestimmt und Schnittstellenprobleme ausgeschlossen sind. Außerdem hat man es in allen Phasen eines Projekts und auch im Fehlerfall mit nur einem Partner zu tun, was die Abstimmung wesentlich vereinfacht.
„Siemens hat uns insbesondere im Umgang mit den neuen Produkten und Abläufen umfassend unterstützt, sodass wir auch dieses Großprojekt in der geforderten Zeit und Güte umsetzen konnten“, so das abschließende Fazit von Projekteur und Entwickler Holger Schwab.
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