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Das Menü Tabellenvergleich ermöglicht den Vergleich zweier Programmstände. Es stellt alle gleichen NC-Sätze in einer Zeile dar, während sich unterscheidende NC-Sätze in gesonderten Zeilen abgebildet werden. Wie bei der Tabellenanzeige kann der Anwender auf die jeweils definierten Zeitarten umschalten.
Oszilloskopanzeige ermöglicht Untersuchung System-übergreifender Probleme
Mit der Oszilloskopanzeige lassen sich System-übergreifende Problemstellungen detailliert untersuchen. Sie stellt die Daten der verschiedenen Teilsysteme mit zeitlichem Bezug zum NC-Programm grafisch dar (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Die beiden nachstehenden Beispiele verdeutlichen ihre Einsatzmöglichkeiten.
Der Spindelhochlauf bis zum Start eines bestimmten NC-Satzes kann unter Heranziehung der antriebsseitigen Ist-Drehzahl, des antriebsseitigen Ist-Drehmoments oder der SPS-seitigen Freigabe- und Quittierungssignale mit zeitlichem Bezug zu den betreffenden NC-Sätzen analysiert werden.
Detaillierte schwingungstechnische Untersuchungen sind möglich
Schwingungstechnische Untersuchungen von Achsen während der Bearbeitung oder bei Positioniervorgängen lassen sich detailliert vornehmen. Dazu werden die Daten zu antriebsseitigen Ist-Positionen, Ist-Geschwindigkeiten, Ist-Drehmomenten mit zeitlichem Bezug zu den NC-Sätzen und damit zum Fertigungsablauf, etwa dem Eintauchen eines Werkzeugs in das Werkstück, herangezogen.
Innerhalb der verschiedenen Analyse-Menüs bietet die Analysesoftware weitere auf die Taktzeitanalyse abgestimmte Funktionen, insbesondere eine Mehrfensterdarstellung, ausgefeilte Such- und Filterfunktionen sowie offene standardisierte Schnittstellen für den Datenaustausch mit anderen Systemen.
Taktzeitanalyse-Software an Drehbearbeitungszentrum mehrere Monate getestet
Die Validierung der Taktzeitanalyse-Software erfolgte an einem Drehbearbeitungszentrum mit automatischer Werkstückzuführung, wie es standardmäßig vom Maschinenhersteller ausgeliefert wird. Während der mehrmonatigen Testphase analysierte man das Maschinenverhalten intensiv hinsichtlich folgender Aspekte:
- prozessbedingte Schwankungen im Spindelhochlauf sowie beim Ansteuern von Peripheriekomponenten über die Feldbus-ebene,
- Auswirkungen des Aufwärmvorgangs beim Start der Maschine auf den Schwenkvorgang des hydraulisch geklemmten Werkzeugrevolvers,
- Einschwingvorgänge bei kleinen Positionierfenstern,
- Zusammenspiel von Teilabläufen auf den Teilsystemen beim Werkzeugwechsel,
- Auswirkungen von Verschleifbewegungen im Eilgangbetrieb,
- Wegoptimierungen mittels Spline-Funktionen,
- Zusammenfassen von NC-Sätzen,
- unnötige Synchronisationsmarken und NC-Kommandos,
- Auswirkungen von Änderungen der SPS-Zykluszeit und der NC-Interpolationszykluszeit (Bild 3).
Artikelfiles und Artikellinks
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