Prüfbeleuchtung Telezentrische Beleuchtung bringt jeden Kratzer an den Tag
In Kombination mit telezentrischen Beleuchtungen liefern telezentrische Objektive die genauesten Ergebnisse, wenn es um die Vermessung von Objektformen geht. Außerdem werden erst damit die Eigenschaften bestimmter Prüfobjekte wie Einschlüsse und Fehlstellen in Glas sichtbar.
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Der erste Schritt bei der Planung einer Bildverarbeitungsanwendung ist die richtige Auswahl der Beleuchtung der Prüfobjekte. Denn was hier durch eine fehlerhafte Ausleuchtung an Informationen verloren geht, kann im folgenden Bildverarbeitungsprozess nicht wieder rekonstruiert werden. Die Wahl der Beleuchtung beeinflusst dabei sowohl die Messgenauigkeit als auch die Sichtbarkeit der relevanten Objektmerkmale.
Telezentrische Objektive an sich bieten schon viele Vorteile, die hochpräzises Messen beziehungsweise die Sichtbarmachung von bestimmten Objekteigenschaften ermöglichen. Doch erst mit der richtigen Beleuchtung können diese Objektive ihr gesamtes Potenzial voll entfalten.
Dabei können die Prüfobjekte prinzipiell mit allen in der Bildverarbeitung bekannten Beleuchtungsmethoden untersucht werden. Dies bedeutet, dass sie sowohl im Auflicht als auch im Durchlicht betrachtet werden können, jeweils mit der Möglichkeit, das Hell- oder Dunkelfeld auszuwerten.
Wahl der Beleuchtung hängt vom Einfallswinkel ab
Die Wahl der Beleuchtung hängt davon ab, unter welchem Einfallswinkel die zu untersuchenden Objekteigenschaften besonders gut sichtbar werden und ob das Winkelspektrum eher breit oder sehr schmal sein soll. Diffuse Beleuchtungen bieten ein großes Winkelspektrum. Sie werden beispielsweise eingesetzt, wenn kleinste Strukturdetails interessieren, wie Leiterbahnen oder Gerätekennzahlen auf Leiterplatten.
Dann ist ein Bild mit einer guten Kontrastwiedergabe der informationstragenden Ortsfrequenzen erforderlich. Dafür wird das Objekt durch eine klassische Abbildung mit dem telezentrischen Objektiv auf den Sensor abgebildet, wobei die Auflösung von der numerischen Apertur des Objektivs abhängt. Die wesentliche Kennkurve dafür ist die Modulationsübertragungsfunktion (MTF), die angibt, mit welchem Kontrastverhältnis die einzelnen Ortsfrequenzen übertragen werden.
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