Rekord mit Verlusten Trotz sehr guter Verkaufszahlen ist der Tesla-Gewinn rückläufig

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Tesla habe zwar im letzten Quartal so viele Autos wie noch nie verkauft, meldet die dpa, doch um einen weiteren Gewinnrückgang kam das Elon-Musk-Unternehmen nicht herum ...

Elon Musk malt die Zukunft. Die werde durch autonmes Fahren und humanoide Roboter gekennzeichnet. Immerhin verkaufte Tesla in den USA mehr Autos als je zuvor. Doch der Gewinn ist wieder in Richtung Keller gerutscht. Und gewisse hilfreiche Umstände sind ebenso passé.(Bild:  Tesla)
Elon Musk malt die Zukunft. Die werde durch autonmes Fahren und humanoide Roboter gekennzeichnet. Immerhin verkaufte Tesla in den USA mehr Autos als je zuvor. Doch der Gewinn ist wieder in Richtung Keller gerutscht. Und gewisse hilfreiche Umstände sind ebenso passé.
(Bild: Tesla)

Tesla verkauft Autos im Rekordmaßstab. Aber verglichen mit den Zahlen von vor einem Jahr, schrumpfte der Gewinn um satte 37 Prozent. Tesla hat demnach nur noch 1,37 Milliarden eingespielt. Als Impuls für den Tesla-Verkaufsrekord wird der Endspurt der US-Elektroauto-Subventionen, die Ende September stoppten, genannt. Viele Interessenten wollten sich folglich noch schnell die Steuergutschrift von 7.500 Dollar sichern, die US-Präsident Donald Trump bis dato erlaubte. Experten sind nun der Meinung, dass die vorgezogenen Käufe ab dem laufenden Quartal dann natürlich kein Thema mehr sind. Der Quartalsumsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 28,1 Milliarden Dollar (rund 24,2 Milliarden Euro). Das übertraf allerdings die Erwartungen der Analysten. Der Kundenansturm zum Ablauf der US-Subventionen brachte im Jahresvergleich einen Absatz-Boom um 7,4 Prozent auf 497.099 Fahrzeuge. In den beiden ersten Quartalen waren sie noch um jeweils rund 13 Prozent gefallen. Die Frage ist nun, was potenziell vorgezogene Käufe für den Absatz im laufenden Vierteljahr und danach bedeuten. Tesla versucht etwa, mit etwas günstigeren weil abgespeckten Modellvarianten gegenzusteuern.

Mit dem autonomen Fahren bei Tesla hapert es immer noch

Elon Musk erklärte allerdings auch, dass autonomes Fahren und humanoide Roboter die Zukunft von Tesla sein werden. Bisher startete Tesla immerhin seinen Robotaxi-Service für vom Konzern ausgewählte Kunden in Teilen der texanischen Stadt Austin und in der Region rund um San Francisco. In Austin fährt bisher aber noch ein Aufpasser auf dem Beifahrersitz mit. Und in Kalifornien sitzt sogar ein Mensch am Steuer, weil Tesla keine Lizenz für den Betrieb eines fahrerlosen Beförderungsdienstes hat, wie man erfährt. Musk zeichnet trotz der holperigen Aktionen weiterhin rosige Bilder in Sachen Zukunftsvisionen, um Aktionäre mitzureißen – etwa die dritte Generation des humanoiden Roboter Optimus oder gar eine Roboter-Armee (was aber nicht ganz so gut ankam). Ob die überzeugt sind, wird sich bei einer Abstimmung über ein neues Aktienpaket am 6. November herausstellen. Mit ISS und Glass Lewis sprachen sich aber schon zwei einflussreiche Unternehmen, die Empfehlungen für Aktionäre abgeben, gegen den Vergütungsplan aus. Musk nannte sie deshalb Unternehmensterroristen. Und Trumps weitere Politik dürfte auch eine wichtige Geldquelle von Tesla versiegen lassen. Gemeint ist der Verkauf von CO2-Emissionsrechten an andere Hersteller. Diese Erlöse hatten Tesla schon oft durch schwierige Zeiten geholfen. Im vergangenen Quartal verdiente Tesla damit noch 419 Millionen Dollar. Das waren allerdings 44 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Trump hat die Strafen für das Überschreiten von Grenzwerten aber abgeschafft. Das Geschäft ist also dahin.

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