Jetzt ist es raus! Tesla streicht 400 Stellen in Grünheide

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Der weltweit geplante Stellenabbau bei Tesla hat, wie schon länger befürchtet wurde, auch Folgen für die Gigafactory in Grünheide bei Berlin ...

Seit Wochen bangen die Tesla-Beschäftigten in Grünheide darum, wie viele von ihnen demnächst auf der Straße sitzen. Gestern hat Elon Musk endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Von den zunächst gerüchteweise kursierenden 3.000 Stellen sind es jetzt 400.(Bild:  Tesla)
Seit Wochen bangen die Tesla-Beschäftigten in Grünheide darum, wie viele von ihnen demnächst auf der Straße sitzen. Gestern hat Elon Musk endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Von den zunächst gerüchteweise kursierenden 3.000 Stellen sind es jetzt 400.
(Bild: Tesla)

Tesla-Chef Elon Musk will angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos und schwacher Verkäufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen und damit mehr als 14.000 Jobs streichen. Tesla kündigte gestern in einer Mitteilung endlich Fakten zum Abbau von Stellen in Grünheide an. Demnach sind es „nur“ 400. Die Reaktionen auf den Abbau der Arbeitsplätze fallen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bedauerte den Abbau, sieht aber einen maßvollen Umgang des Unternehmens beim Abbau der Jobs (Gerüchten vor einiger Zeit zufolge war erst von 3.000 Stellen die Rede). Ähnlich äußerte sich CDU-Chef Jan Redmann, der aber auch Fragen zum weiteren geplanten Ausbau des Werks sieht. Für die oppositionelle Linke ist der Stellenabbau erst der Anfang von weiteren möglichen negativen Entwicklungen durch Tesla-Entscheidungen.

Das Plant Tesla im Rahmen des Stellenabbaus

Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, plane das Unternehmen für den Abbau der 400 Stellen ein Freiwilligenprogramm für die Belegschaft in Grünheide. Zur Umsetzung dieses Programms habe Tesla Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen. Details zur Ausgestaltung des Programms nannte Tesla auf Anfrage zunächst nicht. „Der derzeit schwächelnde Absatzmarkt bei Elektroautos stellt bekanntlich auch Tesla vor Herausforderungen, hieß es unter anderem zur Begründung für den Stellenabbau. Auch der Druck aus China und die fehlende Planbarkeit in Sachen Elektromobilität in der EU-Politik gehören zu den Problemen. Das verunsichert potenzielle Käufer. Nicht zuletzt ist die Prämie für den Kauf von E-Autos vor Kurzem gefallen. In dem Werk arbeiten inzwischen über 12.000 Menschen.

Die Politik erkennt einen moderaten Stellenabbau

Wirtschafts- und Arbeitsminister Steinbach merkt an, dass der Stellenabbau bei Tesla nicht so schwerwiegend ausfällt, wie zunächst befürchtet: „Ein Stellenabbau von drei Prozent ohne Kündigungen ist angesichts eines enormen Belegschaftsvolumens von aktuell mehr als 12.000 Arbeitsplätzen mit viel Augenmaß umgesetzt.“ Auch seien ehemalige Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen bereits weiter vermittelt worden. (Vergangene Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass der Vertrag von 300 Leiharbeitern in Grünheide nicht verlängert wird). Der Vertragspartner von Tesla habe die Mehrheit der betroffenen Leiharbeiter bereits weitervermitteln können.

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