Unverwüstlich! Thermoplaste – die stets wiederverwendbaren Kunststoffe

Von P. Königsreuther 4 min Lesedauer

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Kunststoffe, man spricht wissenschaftlicher von Polymeren, werden grundsätzlich in drei Typen eingeteilt – Thermoplaste, Duromere (früher Duroplaste) und Elastomere. Hier grundsätzliches zu Thermoplasten.

Die Kreislaufmacher! Diese bunten Krümel hier bestehen aus thermoplastischen Kunststoffen. Was aber sind Thermoplaste und was können sie? Das wollen wir im nebenstehenden Beitrag wenigstens grob erläutern. Eins ist von vorneherein klar: alle sind bestens recycelbar! (Bild:  Plastmac)
Die Kreislaufmacher! Diese bunten Krümel hier bestehen aus thermoplastischen Kunststoffen. Was aber sind Thermoplaste und was können sie? Das wollen wir im nebenstehenden Beitrag wenigstens grob erläutern. Eins ist von vorneherein klar: alle sind bestens recycelbar!
(Bild: Plastmac)

Was charakterisiert einen Thermoplast? Das Wichtigste Merkmal ist, dass Thermoplaste immer wieder verarbeitet werden können, weil sie, wie Kerzenwachs, immer wieder aufgeschmolzen werden können. Das macht sie gleichzeitig zu den am besten recycelbaren Kunststoffen. Thermoplaste können mit jedem üblichen Kunststoffverarbeitungs-Verfahren zu Bauteilen werden. Dazu zählen hauptsächlich das Spritzgießen (komplexe Bauteile, wie Gehäuse), die Extrusion (Schläuche und Profile), das Thermoformen (großflächige Bauteile, wie etwa Badewannen) und das Blasformen (Folien oder Flaschen). Für das Spritzgießen und die Extrusion braucht man die Kunststoffe als Granulat, also als rieselfähige Körnchen. Beim Thermoformen werden Platten oder dickere Folien verarbeitet. Viele Thermoplaste werden übrigens auch mit beigemengten, kurzen Glasfasern angeboten, was ihre mechanischen Eigenschaften erhöht.

Bekannte Vertreter der Thermoplaste im Alltag

Die Thermoplaste, die uns heute täglich begegnen können, gehören meist zur Kategorie der Polyolefine. Wir tragen unseren Einkauf in Polyethylen-Tüten (LD-PE = Low Density Polyethylen) nach Hause und packen Obst oder Gemüse in eine knisternde Variante davon, dem HD-PE (High Density Polyethylen). Aber auch Flaschen und Kanister, werden daraus hergestellt. Mechanisch robuster ist das Polyolefin Polypropylen (PP), das man etwa von Margarineschalen her kennt. Alle Polyolefine sind chemisch sehr resistent, relativ zäh und können als eine Art härteres Kerzenwachs definiert werden. Allerdings halten sie höchstens um die 140 °C aus (gilt nur für PP).

Sehr oft begegnet uns auch das Polyethyleterephthalat, kurz PET, in Form von Getränkeflaschen, die man über den Blasformprozess herstellt. Es gehört aber nicht mehr zu den Polyolefinen! Und sicherlich dürfte auch jedem das thermoplastische Polystyrol (PS) bekannt sein, dass in seiner aufgeschäumten Variante als Styropor in den Alltag und die Verpackungstechnik schon seit Langem Einzug gehalten hat (aber auch PP und PE kann man so aufschäumen). In kompakter Form kennt man PS etwa als CD-Hülle.

Auch das Polyvinylchlorid (PVC) begegnet uns oft. Es war der bevorzugte Alltagskunststoff nach dem 2. Weltkrieg in den 50er- und 60er-Jahren. Er wird zu Bodenbelägen, Folien und Schläuchen verarbeitet und ist chemisch sehr resistent. Es gibt ihn als weiche und harte Version.

Und in Bad und Dusche findet sich oft ein weiterer Thermoplast, bekannt als Plexi- oder Acrylglas! Die Technik bezeichnet ihn als PMMA (Polymethylmethacrylat). Aus ihm werden Badewannen und Duschbecken hergestellt (Thermoforming), aber auch optische Komponenten.

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