5-Achs-Portalfräsen Thermostabile Portalfräsmaschine erreicht maximale Maßhaltigkeit

Von Mag. Victoria Sonnenberg 8 min Lesedauer

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Auf der Fünf-Achs-Portalfräsmaschine FZP32 von F. Zimmermann zerspant die Modell- und Formenbau GmbH u. a. Fahrzeugmodelle – undzwar komplett von fünf Seiten ohne Umspannen.

Schröter Modell- und Formenbau ist führend in der Herstellung von Formen für die gesamte Automobilindustrie. Für den Rennsport fertigt das Unternehmen Modelle, Formen und Werkzeuge für die komplette Kohlefaser-Karosserie und für alle Motor- und Innenkomponenten.(Bild:  F. Zimmermann GmbH)
Schröter Modell- und Formenbau ist führend in der Herstellung von Formen für die gesamte Automobilindustrie. Für den Rennsport fertigt das Unternehmen Modelle, Formen und Werkzeuge für die komplette Kohlefaser-Karosserie und für alle Motor- und Innenkomponenten.
(Bild: F. Zimmermann GmbH)

Wie reagieren Verarbeitungsbetriebe in Krisenzeiten richtig? „Viele denken kurzfristig, senken ihre Kosten auf breiter Front und bauen sogar Personal ab. Boomt die Branche wieder, sind sie auf einen plötzlichen Auftragseingang nicht vorbereitet und müssen Projekte meist ablehnen, weil einfach keine Kapazitäten vorhanden sind“, hat Maximilian Lörzel bei vielen Marktbegleitern beobachtet. Der Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH im bayrischen Oberpframmern bei München sitzt an diesem Tag in einem der Besprechungsräume der F. Zimmermann GmbH im knapp 230 Kilometer entfernten Neuhausen auf den Fildern, nicht weit weg von Stuttgart.

Wir standen im November 2021 vor dieser Frage: Wie reagieren wir auf die Corona-Pandemie, die die Auftragslage verschlechterte und uns zur Kurzarbeit zwang? Keiner konnte die Situation einschätzen. Aber wir wussten: Irgendwann ist die Krise vorbei. Und darauf wollten wir vorbereitet sein.

Maximilian Lörzel, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH

Untypisch für diese Zeit entschied er sich, in eine neue Portalfräsmaschine der Baureihe FZP32 von F. Zimmermann mit einem Arbeitsbereich von 7.000 Millimetern × 3.500 Millimeter × 2.500 Millimeter zu investieren. „Sicher sei dies ein Risiko gewesen, doch auch ein klares Signal für die Zukunft, an unsere Kunden und unsere Mitarbeiter“, sagt er heute.

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1963 hat Lörzels Onkel Bruno Schröter die Firma in München aufgebaut. Anfang der neunziger Jahre übernahm er den Betrieb, der seitdem stetig wächst. Heute fertigt das Unternehmen Bauteile oder Formen für Prototypen, aber keine Serien. Hinzu kommen Gießerei- und Designmodelle, Blechumformwerkzeuge aus Aluminium oder Kunststoff sowie die Bearbeitung weicherer Werkstoffe wie Schaum, Clay und Ureol. Schröter verarbeitet zudem Kohlenstofffaser und Stahl.

Etwa 50 Prozent unserer Kunden sind aus der Automotive-Branche. Darunter finden sich Namen wie BMW, Audi, Volkswagen, Mercedes und Porsche.

Maximilian Lörzel, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH

2022 hat der Betrieb knapp 70 Eins-zu-eins-Modelle gefräst. Sein Unternehmen wolle aber nicht von einer Branche abhängig sein. Wichtig sei eine Diversifizierung, rät er. Deswegen kommen mittlerweile knapp 40 Prozent der Aufträge aus der Luft- und Raumfahrt. Ein neues wachsendes Feld ist die Medizintechnik. Dort übernimmt er mit seinen 40 Mitarbeitenden die Fertigung komplexer Prototypen etwa für Computertomographen oder OP-Roboter.

Zurück in Neuhausen. „Was uns so erfolgreich macht?“ Der Geschäftsführer von Schröter muss nicht lange überlegen. „Wir haben hochqualifizierte Mitarbeiter. Jeder von ihnen kann die Maschinen sowohl programmieren als auch bedienen. Wir bilden selbst aus und bieten die komplette Fertigung aus einer Hand.“ Zum Konstruieren und zur Fünf-Achs-NC-Programmierung setzt der Betrieb auf die Softwarelösungen Catia und Tebis in Kombination mit den Fräsmaschinen von F. Zimmermann. Schröter ist mit den schwäbischen Maschinen groß geworden. Was Lörzel daran schätzt, ist die Stabilität, die hohe Geschwindigkeit und die Flexibilität dieser Anlagen. Sie arbeiten präzise und zuverlässig. „Die Bauteile müssen nach der Entnahme von der Maschine je nach Arbeitszeit kaum oder gar nicht nachbearbeitet werden. Allein das spart uns erheblich Zeit und Geld“, betont der Geschäftsführer.

1991 investierte Schröter Modell- und Formenbau in das erste Fräszentrum des schwäbischen Familienunternehmen. Inzwischen stehen in Oberpframmern fünf Zimmermann-Anlagen unterschiedlicher Größe – genauso viele passen in die Halle. „Weil wir auf Maschinen desselben Herstellers setzen, können wir eine Gleichteilstrategie fahren“, beschreibt Lörzel. Das heißt: Fällt eine Anlage aus, kann ein Mitarbeiter bei der Einzelteilfertigung einfach mit dem Bauteil auf eine andere in der Größe passenden Maschine wechseln. Dazu sind diese mit derselben Steuerung, mit vergleichbaren Fräsköpfen und Simulationssoftware von Tebis ausgestattet.

In den mehr als 30 Jahren hat Schröter vier Maschinen gegen neuere Versionen ausgetauscht. „Nun ist die fünfte dran und damit die neunte Zimmermann-Maschine“, sagt Lörzel und schaut hinüber zu Frieder Gänzle. Der Geschäftsführer der F. Zimmermann GmbH trifft sich heute mit ihm für die Abnahme der neuen FZP32. „Die alte Anlage der Baureihe FZ37, die wir nun aus der Produktion in Oberpframmern nehmen, ist 18 Jahre alt“, sagt Lörzel. „Noch läuft sie zuverlässig. Aber natürlich treten altersbedingt immer wieder kleine Verschleißerscheinungen auf, mal war es ein defektes Netzteil, mal die Grafikkarte.“

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