Neue Marke Thyssenkrupp nennt Marinesparte jetzt TKMS

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Thyssenkrupp verleiht seiner Marinesparte,, wohlgemerkt vor dem Börsengang, einen neuen, aber bekannten Markennamen – TKMS, soll es sein.

Der U-Boot-Bau bei Thyssenkrupp läuft auf voller Fahrt. Nun plant man den Börsengang der Mariensparte und vereint die Aktivitäten unter dem Markennamen TKMS. Das Unternehmen ist Spezialist für nicht-nukleare U-Boote der Klasse 212CD, wie hier im Bild(Bild:  TKMX)
Der U-Boot-Bau bei Thyssenkrupp läuft auf voller Fahrt. Nun plant man den Börsengang der Mariensparte und vereint die Aktivitäten unter dem Markennamen TKMS. Das Unternehmen ist Spezialist für nicht-nukleare U-Boote der Klasse 212CD, wie hier im Bild
(Bild: TKMX)

Thyssenkrupp bündelt künftig alle Marinebereiche unter der Marke TKMS, der Abkürzung für den Kieler U-Boot-Bauer Thyssenkrupp Marine Systems. Ein Einstieg des Bundes ist durchaus eine Option, merkte der TKMS-Chef, Oliver Burkhard, dazu an. Das sei zwar nicht nötig, aber begrüßenswert. Burkhard rechne damit, dass sich bis Ende Juni der Aufsichtsrat mit den Plänen beschäftige. Die Entscheidung fällt danach auf einer außerordentlichen Hauptversammlung, die möglicherweise im Sommer stattfindet, wie es weiter heißt. Nach Burkhards Informationen kann im Herbst eine Börsennotierung erfolgen. Es gehe darum, durch eine Abspaltung leichter an Kapital zu kommen. Das Thyssenkrupp-Vorstandsmitglied Volkmar Dinstuhl sprach im Zuge dessen von einem logischen Schritt. Die neue Holding-Gesellschaft, an der die Aktionäre im Zuge der Abspaltung zu 49 Prozent beteiligt sein werden, soll an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Börsenhandel zugelassen werden. Der Mutterkonzern werde die Mehrheit behalten. TKMS ist laut Dinstuhls Aussage aber schon jetzt eine Erfolgsstory. Die Eigenständigkeit soll lediglich eine gute Startposition für eine mögliche nationale und europäische Konsolidierung der Branche schaffen. Das sei auch der Grund für Gespräche mit der Bundesregierung.

Sturmfahrt in den nicht-nuklearen U-Boot-Bau

TKMS ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für nicht-nuklear betriebene U-Boote. Man sei bis Anfang der 2040er-Jahr außerdem gut ausgelastet. Im Dezember hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages den Bau von vier weiteren U-Booten der Klasse 212CD für die Deutsche Marine bewilligt. Damit sind zehn solcher Boote beauftragt, von denen sechs für Deutschland vorgesehen sind und vier für Norwegen. Man rechnet damit, dass Norwegen ebenfalls die Option über zwei weitere Boote warhnimmt. In de TKMS-Büchern stehe derzeit ein Auftragsvolumen von rund 18 Milliarden Euro. Außerdem laufen Bewerbungen für den U-Boot-Bau für Kanada, wie man erfährt. Außer in Kiel gibt es noch eine Werft in Wismar, die man modernisieren will, womit bis 2029 dor 1.500 Jobs winken.

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