Treiber und Bremser Thyssenkrupp nucera agiert in herausfordernden Zeiten

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Geschäftsentwicklung von Thyssenkrupp nucera, bekannt etwa für Elektrolyseure für grünen Wasserstoff, verlief im ersten Quartal 2025/2026 gemäß den Erwartungen nicht so toll ...

Der Elektrolyseurspezialist Thyssenkrupp nucera gibt hier die aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/2026 bekannt ...(Bild:  Thyssenkrupp nureca)
Der Elektrolyseurspezialist Thyssenkrupp nucera gibt hier die aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/2026 bekannt ...
(Bild: Thyssenkrupp nureca)

Der Konzern-Auftragseingang lag mit 75 Millionen Euro um 21 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert (95 Millionen). Als Hauptgrund identifiziert man projektbedingte Verschiebungen im Segment Grüner Wasserstoff („gH2“) und eine temporär geringere Neubestellungen im Chlor-Alkali-Geschäft (CA). Der Auftragsbestand kam zum 31. Dezember 2025 auf 489 Millionen Euro (nach 606 Millionen zum 30. September 2025). Der hohe Fertigstellungsgrad vertraglich vereinbarter Kundenprojekte in den beiden Technologiebereichen Alkalische Wasser- und Chlor-Alkali-Elektrolyse führte zwar zu einem Rückgang des Konzernumsatz um 44 Prozent (auf 147 Millionen / 1. Quartal 2024/2025 = 262 Millionen), doch das hat man erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit minus vier Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von acht Millionen. Das Ergebnis sei von außergewöhnlich hohen Schwankungen in Derivatepositionen in Höhe von zwei Millionen belastet worden, welche Preisschwankungen von Rohstoffpositionen in den Vorräten ausgleichen mussten. Eine verbesserte Bruttomarge und konsequente Kostendisziplin konnten das geringere Umsatzvolumen nicht vollständig kompensieren, wie zugegeben werden muss. Das Finanzergebnis verringerte sich aufgrund niedriger Zinsen von sechs auf drei Millionen Euro. Nach Steuern ergibt sich ein Ergebnis von minus drei Millionen (1. Quartal 2024/2025 = neun Millionen).

Das macht das Wasserstoffgeschäft bei Thyssenkrupp nucera

Der Auftragseingang im Unternehmenssegment Grüner Wasserstoff lag bei fünf Millionen Euro (1. Quartal 2024/2025 gleich). Das Neubaugeschäft blieb aufgrund der oben genannten, projektbedingten Verschiebungen in einem schwierigen Marktumfeld unter Druck. Zum 31. Dezember 2025 betrug der Auftragsbestand 186 Millionen, nach 259 Millionen im Vorquartal. Der Umsatz im „gH2“-Segment halbierte sich von 154 auf 77 Millionen, was maßgeblich aufgrund des hohen Grads der Umsatzrealisierung des NEOM-Projekts in Saudi-Arabien geschah, einem der, wie es heißt, weltweit größten Vorhaben zur Produktion von grünem Wasserstoff. Größter Umsatztreiber war das Stegra-Projekt in Schweden, für das man Elektrolyseure mit über 700 Megawatt installierter Leistung liefert. Das geringere Umsatzvolumen führte zu einem EBIT von minus 12 Millionen (Vorjahr: minus acht Millionen). Thyssenkrupp nucera hat im Januar diesen Jahres auch eine Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH geschlossen, um die Entwicklung des Marktes für grünen Wasserstoff und Power-to-X (PtX) in Indien voranzutreiben. Das Ziel ist es, die Potenziale entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu erschließen. Indien zählt nicht zuletzt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit und wird eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende einnehmen, wie man glaubt. Thyssenkrupp nucera ist auch heute bereits mit über 80 Mitarbeitern dort präsent. Für das Segment rechnet man übrigens mit einem Umsatz zwischen 150 und 220 Millionen (2024/2025: 459 Millionen).

(ID:50709390)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung