Stahlgeschäfte Mehrjährige Lieferung großer Mengen von Non-Prime-Stahl vereinbart

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Thyssenkrupp Materials Processing Europe hat als Teil von Thyssenkrupp Materials Services mit Stegra einen Vertrag über die Lieferung von Zweite-Wahl-Stahl aus dem Stegra-Werk in Boden (Schweden) unterzeichnet.

Fertigprodukte liegen bei Thyssenkrupp Materials Processing Europe. Die Essener werden künftig große Mengen Non-Prime-Stahls (2. Wahl) vom schwedischen Hersteller Stegra beziehen.(Bild:  Thyssenkrupp Materials Services)
Fertigprodukte liegen bei Thyssenkrupp Materials Processing Europe. Die Essener werden künftig große Mengen Non-Prime-Stahls (2. Wahl) vom schwedischen Hersteller Stegra beziehen.
(Bild: Thyssenkrupp Materials Services)

Das erst 2020 gegründete schwedische Scale-up-Unternehmen Stegra baut gerade seine erste Anlage für die großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff, grünem Eisen und grünem Stahl in Boden im Norden Schwedens. Jetzt hat Thyssenkrupp Materials Processing Europe einen mehrjährigen Vertrag mit den Schweden zur Lieferung von Non-Prime-Stahl unterzeichnet, mit dem man Kunden unterschiedlicher Branchen in ganz Europa beliefern will. Wie es heißt, werden die ersten Lieferungen voraussichtlich 2027 beginnen und die vertraglich vereinbarte Gesamtmenge liegt „im hohen sechsstelligen Tonnenbereich“.

Bei Thyssenkrupp Materials Processing Europe verfügen wir über die Kunden, die Logistik und das Verarbeitungsnetzwerk, um diese großen Stahlmengen zu bewältigen.

Heather Wijdekop, CEO GB Processing bei Thyssenkrupp Materials Services

Um den Hochlauf der Großanlage in Boden und Stegras Bemühungen zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie zu unterstützen, arbeitet der Essener Werkstoffhändler und -dienstleister mit den Schweden zusammen. Der Non-Prime-Stahl, also Stahl zweiter Wahl, entspricht zwar nicht den höchsten Qualitätsstandards, sei aber dennoch stark, langlebig und für verschiedene Zwecke geeignet, wie es heißt. Dieses Material mache einen relevanten Teil des europäischen Stahlmarkts aus.

Dem Wasserstoff einen Weg bereiten

„Ein Partner für Non-Prime-Stahl ist wichtig für den Hochlauf unseres Stahlwerks, und wir sehen dies als Beginn einer langfristigen Partnerschaft mit Thyssenkrupp Materials Services als einem wichtigen Akteur auf dem Markt“, sagt Stephan Flapper, Leiter Commercial bei Stegra. „Gemeinsam können wir die Nachfrage nach Stahlprodukten, die über den Wasserstoffweg hergestellt werden, noch stärker ankurbeln.“

Obwohl der Stegra-Standort in Boden nur Wasserstoff und erneuerbare Energie nutzt, wird der von Thyssenkrupp Materials Services im Rahmen dieser Vereinbarung abgenommene Zweite-Wahl-Stahl nicht als CO2-reduziert qualifiziert, weil Stegra die entsprechenden Zertifikate an andere Kunden im Prime-Stahlmarkt verkaufen wird.

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