Umbauunmut Thyssenkrupp-Belegschaft will mehr über die Zukunft wissen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Von den Umbauplänen beim Stahlkonzern Thyssenkrupp sind allein in Deutschland mehrere Zehntausend Beschäftigte betroffen. Wegen gewisser Unsicherheiten, stellen die Betriebsräte nun eine deutliche Forderung an das Management ...

Der Stahlkonzern Thyssenkrupp plant einen umfassenden Umbau seines Geschäfts. Doch den Arbeitnehmern und der Gewerkschaft IG Metall fehlen Aussagen darüber, wie es wirklich weitergehen soll ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Der Stahlkonzern Thyssenkrupp plant einen umfassenden Umbau seines Geschäfts. Doch den Arbeitnehmern und der Gewerkschaft IG Metall fehlen Aussagen darüber, wie es wirklich weitergehen soll ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Beim geplanten Umbau des Industriekonzerns Thyssenkrupp plädieren Arbeitnehmervertreter und die IG Metall darauf, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Gerkschaft erwarte, dass es beim Konzernumbau anständig und fair zugehe. Thyssenkrupp trägt schließlich soziale Verantwortung und diese fordert man nun auch ein, heißt es weiter. Der Anlass war eine Konferenz in Essen, bei der die Betriebsräte der 130 deutschen Thyssenkrupp-Standorte zusammenkamen. Zum Hintergrund ist zu sagen, dass der Konzern Ende Mai bekanntgegeben hat, dass das Unternehmen in eine Holding mit fünf eigenständigen Unternehmen umgebaut werden soll. Nach der Stahl- und der Marinesparte sollen in den kommenden Jahren deshalb auch die anderen drei Geschäftsfelder (Autoteile, Werkstoffhandel und grüne Technologien) kapitalmarktfähig und eigenständig aufgestellt werden. Abgesehen von der Stahlsparte, bei der ein 50-zu-50-Gemeinschaftsunternehmen geplant ist, will das Management an allen Sparten die Mehrheit behalten.

Wo bleibt bei Thyssenkrupp die Perspektive für die Zukunft?

Die Beschäftigten wüssten aber, dass sich vieles ändern müsse, wenn alles wieder gut werden soll. Sie seien deshalb bereit, sich auf den Weg der Veränderung einzulassen. Aber sie bräuchten dafür auch Sicherheit im Wandel und eine klare Perspektive für ihre Zukunft. Die Thyssenkrupp-Beschäftigten erwarteten außerdem mehr Respekt vom Management, wie man weiter erfährt. Und das mit Blick auf ihre Leistung, ihre gewählten Vertreter und auf die Kultur des Unternehmens. An diesem Respekt habe es in den letzten Jahren zu oft gefehlt. Die Gewerkschaft wies dabei darauf hin, dass Ende September eine sogenannte Grundlagenvereinbarung ausläuft, die unter anderem den weitgehenden Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die rund 52.000 Beschäftigten von Thyssenkrupp in Deutschland enthält. Sie definiere außerdem den Umgang mit Veräußerungen und den Mitbestimmungsgremien im Konzern. Die Betriebsräte fordern deshalb die Fortführung dieser bewährten Praxis, auch wenn der Konzern sich neu aufstellt.

(ID:50468960)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung